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Vor 30 Jahren

Schulanfang

Vor ziemlich genau 30 Jahren kam ich in die Schule, im Sommer 1984. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Meine Zuckertüte war damals fast so groß wie ich selbst, wie das Foto rechts eindrucksvoll beweist. Und nein, in der DDR gab es eigentlich zur damaligen Zeit keine Farbfotos – Verwandtschaft aus dem westlichen Teil Deutschlands sei dank Smiley

An meine Schulzeit erinnere ich mich sehr gern zurück. Insgesamt drückte ich ja 13 Jahre die Schulbank, bis ich endlich mit diesem Thema abschließen konnte. Ich hatte aber auch keine größeren Probleme in der Schule und lernte recht schnell. Zumindest im Kurzzeitgedächtnis blieb alles so lange hängen, wie es abrufbar sein musste.

Heute sind von diesem ganzen Schulwissen nur noch Bruchteile übrig geblieben, weil man einen Großteil davon nicht brauchen oder anwenden kann. Ich plagte mich zum Beispiel 10 Jahre lang mit russischen Vokabeln (war zu DDR-Zeiten eine gefragte Sprache). Heute kann ich weder russisch lesen, noch schreiben und schon gar nicht mehr sprechen. Ähnlich geht es mir mit der französischen Sprache, die hier kein Mensch spricht.

Zu meiner Schulzeit gab es auch nicht sonderlich viele Angebote für Nachhilfeunterricht. Heute findet man ja Werbung dafür in nahezu jeder Tageszeitung. Egal ob bei mir vor Ort oder in Friedrichshafen – in jeder Stadt gibt es mindestens einen Anbieter, der Schüler in Fächern wie Mathematik, Deutsch oder Sprachen fördert. Vielfach wird dann mit Fakten wie

  • einem professionellem Nachhilfelehrerteam,
  • flexibler Termin- und Fächerauswahl,
  • angenehmer Lernatmosphäre,
  • regelmäßiger Beratung und Lernfortschrittskontrolle sowie
  • individueller Betreuung

 

geworben. Dass man dafür natürlich auch zahlen muss, versteht sich wohl von selbst. Deshalb sollte man sich den Anbieter für Nachhilfeunterricht auch unbedingt vorher genauer ansehen, am besten in mindestens einer Schnupperstunde.

Ich habe  solche Nachhilfe zum Glück nie gebraucht, abgesehen davon, hätte es sie damals auch nicht gegeben. Bei uns gab es nach der Schule den Hort, in dem häufig schon die Hausaufgaben gemeinsam erledigt wurden. Außerdem gab es in der DDR sogenannte Arbeitsgemeinschaften (AGs), die oft auch an schulische Themen angelehnt waren. So besprach man das ein oder andere Problem vielleicht in einer kleineren Gruppe und konnte es dadurch lösen.

Heute fehlt ein wenig diese Betreuung nach der Schule, also am Nachmittag. Ich kann mich erinnern, dass ich immer gut beschäftigt war und gar nicht der Ruf nach Spielekonsole, Fernsehen und Co. aufkam – hätte es auch alles nicht gegeben, wenn man mal von den zwei offiziellen Fernsehsendern in schwarz-weiß und einem ostdeutschen Spielecomputer mit Auflösung in Pixelqualität absieht.

Was habe ich daraus gelernt? Man lernt nie aus Zwinkerndes Smiley

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