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Geld aus der Sonne

In unserer Region leben sehr viele Menschen vom Strom aus der Sonne. Zum Einen hat hier ein sehr großes Unternehmen aus der Solarbranche seinen Sitz – ja genau das mit dem immensen Schuldenschnitt vor einigen Wochen, um die drohende Insolvenz zu umgeben. Zum Anderen haben natürlich auch viele Unternehmen und auch Privatpersonen eine Solaranlage auf dem Dach oder ihrem Betriebsgelände. Das liegt nahe, wenn derartige Anlagen direkt in der Region produziert werden.

Ich möchte nicht unbedingt erwähnen, dass auch noch eine ganz andere Spezis von Photovoltaikanlagen lebt. In Sachsen verschwinden relativ viele Dinge, angefangen von Autos, über Traktoren und Bagger bis hin zu ganzen Solarfeldern. Das ist leider kein Scherz, das kommt hier (leider) häufig vor. Ob das nun an der geografischen Lage bzw. der Nähe zu Osteueropa liegt oder noch andere Gründe hat, mag ich nicht zu beurteilen.

Betreiber von Solaranlagen investieren daher regelmäßig auch in Photovoltaikversicherungen, um sich gegen Diebstahl abzusichern. Gleichzeitig deckt eine solche Versicherung wie die der Vivema sämtliche andere Schäden ab, die durch oder an der Anlage entstehen können, also Brand, Überspannungsschäden, Beschädigung durch Witterungseinflüsse und ähnliches. Der Versicherungsbeitrag richtet sich dabei nach wenigen Kriterien wie Art der Anlage und deren Montageort (z.B. Dach eines Wohnhauses, freistehend).

Die Kosten für eine solche Versicherung kann der Betreiber der Photovoltaikanlage selbstverständlich in voller Höhe als Betriebsausgabe ansetzen. Bei Solaranlagen handelt es sich ja immer um Gewerbebetriebe, für die jährlich eine Gewinnermittlung mit der Steuererklärung beim Finanzamt einzureichen ist. Darin sind die Einnahmen für den verkauften Strom zu erklären, abzüglich sämtlicher Kosten, die durch die Solaranlage entstanden sind. Die höchsten Positionen sind dabei erfahrungsgemäß die Abschreibung sowie die Zinsen für die Kreditfinanzierung.

Hinzu kommen noch weitere Ausgaben wie eben Beiträge zur Photovoltaikversicherung, Wartungskosten, Gebühren des Steuerberaters und andere Aufwendungen. Ein Steuerberater lohnt sich übrigens gerade für Solaranlagen auf privaten Wohnhäusern besonders. Denn hier wird der Besitzer mit Inbetriebnahme der Anlage automatisch zum Unternehmer und damit auch umsatzsteuerpflichtig. Mit einer richtigen Beratung umgeht man hier einige Fallstricke und kann unter Umständen nach fünf Jahren mit dem Thema Umsatzsteuer abschließen – wenn man dann nämlich zur Kleinunternehmerregelung wechseln darf, bei der man zumindest mit dieser Steuerart nichts mehr zu tun hat.

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