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Ameise ist nicht gleich Ameise

BienchenDiesen Sommer haben wir extrem mit Fliegen zu kämpfen. Nach dem Hochwasser im Juni wurde zwar eine Mückenplage angekündigt, bekommen haben wir aber zum Glück "nur" die lästigen, aber harmlosen Fliegen. Kaum begibt man sich mit etwas Essbarem oder einem Getränk nach draußen auf die Terrasse, kommen sie sofort an, um auch davon zu probieren. Inzwischen sind sie schon so zahm, dass sie selbst dann angeflogen kommen, wenn man gar nichts dabei hat. Dann lassen sie sich auf Armen oder Beinen nieder und freuen sich, dass sie nicht fliegen müssen und trotzdem von A nach B gelangen.

Man sieht, mit Fliegen kann ich leben. Ich mag sie nur nicht auf meinem Essen oder gar im Getränk haben. Praktischerweise gibt es aber Becher mit Deckel, da haben sie so gut wie keine Chance, eine Runde in meiner Limonade zu schwimmen. Anders sehe ich die Sache bei Wespen, die mag ich absolut gar nicht. Da ich auch schon mehrere Male von welchen gestochen wurde, weiß ich, wie schmerzhaft deren Stiche sein können. Das brauche ich nicht unbedingt nochmal.

Eine war mal von unten ins Hosenbein einer langen Hose reingekrabbelt und hat mich dann aus Platzangst ins Knie gestochen. Einen anderen Stich habe ich selbst ausgelöst: Ich hatte eine Wespe mit der Fliegenklatsche erlegt und wollte sie mit den Fingern entsorgen. Dumm nur, dass sie offenbar nochmal alle Kräfte gebündelt hat und mir so direkt in den Zeigefinger stechen konnte…

Die Larven der Schlupfwespen können aber sogar für etwas gut sein: Sie können Kleidermotten und Lebensmittelmotten bekämpfen. Sowas nennt man biologische Schädlingsbekämpfung. Kein Scherz! Man setzt die Larven aus und sie ernähren sich von den Eiern der Motten. Dadurch werden die ausgerottet und können keinen Schaden mehr anrichten. Die Schlupfwespen selbst verbreiten sich (angeblich) nicht, da sie ausschließlich auf Mottenbrut stehen. Wenn sie davon keine mehr finden, sterben sie aus.

Nun ja, meinen Mann kann ich mit dieser Idee absolut nicht begeistern, er mag überhaupt gar keine Insekten (abgesehen davon haben wir bis jetzt auch keine Motten). Sobald er ein Tierchen im Haus entdeckt, gibt es einen hellen Aufschrei und anschließend eine intensive Schädlingsbekämpfung. Meist mechanisch mit Fliegenklatsche oder Hausschuh, manchmal aber auch chemisch mit allen möglichen Mittelchen aus seinem Vorratsschrank. Von Hausmittelchen wie Backpulver gegen Ameisen oder vielleicht auch Schlupfwespen gegen Motten will er da nichts hören.

Wenn wir gerade bei Ameisen sind: Meine Tochter hat panische Angst davor. Sobald sie eine in ihrer Nähe entdeckt, gibt sie ohrenbetäubende Schreie von sich und zwar so lange, bis jemand die Ameise aus ihrem Sichtfeld entfernt hat. Das kuriose an der Sache: Durch Zufall haben wir unweit von Opas Garten mal einen von Waldameisen gebauten Ameisenhaufen entdeckt. Jedes Mal, wenn wir beim Opa zu Besuch sind, müssen wir dorthin laufen und den Ameisen auch etwas zum Essen mitnehmen. Sei es eine Erdbeere oder ein Stück Gurke – die Ameisen brauchen ja was Essbares. Schon komisch, einerseits schreit sie, wenn sie Ameisen sieht, andererseits müssen die gefüttert werden. Ameise ist vielleicht nicht gleich Ameise… ich werde den Unterschied wohl nie verstehen Zwinkerndes Smiley

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