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Höhere Mathematik

TypenschildEs gibt gute Neuigkeiten: Die Versicherung ersetzt uns den Schaden im Keller, der durch die Überflutung Anfang Juni entstanden ist. Wir zählen ja nicht direkt zu den Opfern des Hochwassers; dazu leben wir ein wenig zu weit entfernt von der Mulde. Trotz allem standen auch bei uns einige Zentimeter Regenwasser im Keller und haben bleibende Spuren hinterlassen. Die Wände müssen neu verputzt werden und die Türen ausgetauscht. Und wahrscheinlich sogar die unterste Treppenstufe, die wird durch Wasser leider auch nicht besser.

Die Versicherung hat den Schaden vor Ort begutachtet und jede Menge Fotos davon gemacht. Nun kam endlich die Bestätigung zur Kostenübernahme, mit der für mich die Arbeit erst richtig begann. Für alles, was saniert oder erneuert werden muss, werden jetzt Angebote benötigt. Ich muss also verschiedene Firmen kontaktieren und Kostenvoranschläge anfordern. Auf deren Grundlage ermittelt die Versicherung dann ihre Erstattung. Die größte Herausforderung war jedoch die Frage:

Wie berechnet man den Stromverbrauch eines Elektrogeräts?

Damit musste ich mich befassen, weil seit der Flut im Keller genau da mehrere Entfeuchter und Lüfter laufen, um die Räume wieder trocken zu bekommen. Die Geräte laufen Tag und Nacht, also ununterbrochen seit einem Monat. Ich war eigentlich der Meinung, dass man die Stromkosten dafür sicher vernachlässigen könne, die Dame von der Versicherung meinte aber, ich solle sie ruhig mal ausrechnen. Nur wie? Auf der Suche nach einer Berechnungsmethode landete ich bei einem online Ratgeber für Strom, einer Seite, die sich mit allem rund ums Thema Strom beschäftigt. Neben ganz allgemeinen Artikeln findet man da auch Tipps zum Stromsparen oder Vorschläge für günstige Stromanbieter. Und eben eine Formel zur Berechnung des Stromverbrauchs.

Dafür benötigt man zu allererst die individuelle Verbrauchsangabe vom jeweiligen Elektrogerät, in unserem Fall also von den Entfeuchtern und dem Lüfter. Praktischerweise befindet sich an den Geräten ein Typenschild, dem man die erforderlichen Angaben entnehmen kann. Doch was sagt so eine Zahl aus? Ein Entfeuchter verbraucht zum Beispiel 320 Watt in der Stunde. Klingt irgendwie viel, aber man hat kein richtiges Gefühl, welchen Wert in Euro das entsprechen könnte.

Umso mehr bin ich erschrocken, als ich diesen Betrag errechnet hatte: Ein Gerät verbraucht am Tag knapp 2 Euro Strom, wir haben drei davon laufen und das seit mehr als einem Monat. Mit so hohen Kosten hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Wie gut, dass die Dame von der Versicherung mich darum gebeten hat – ich hätte es sonst nicht gemacht. In Zukunft werde ich beim Kauf neuer Geräte sicher verstärkt auch auf die Verbrauchsangaben achten. Ich glaube, hier verbirgt sich ein großes Einsparungspotential. Man kauft einfach immer nur das preiswerteste oder beste Gerät, aber auf dessen Stromverbrauch achtet man nicht. Wieder was gelernt.

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