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Da war ich leider schon

Ich habe auf meinem Blog ja immer mal wieder den Begriff des Testkäufers erwähnt. Da jetzt einige Fragen aufkamen, was das denn ist und wie man das wird, möchte ich es einfach mal erklären. Kurz zusammengefasst: als Tester überprüft man die (Service-)Qualität eines Shops und beurteilt diese anhand eines vorgegebenen Fragebogens. Aber nun ausführlich.

Wie wird man Testkäufer?

Zuerst muss man sich bei einer Agentur als Tester bewerben bzw. sich als solcher registrieren. Potentielle Auftraggeber findet man über Suchmaschinen oder bei einer Jobbörse wie jobbörse-de im Internet. Wie nach jedem anderen Beruf auch kann man dort danach suchen und wird recht schnell fündig. Beachten sollte man die geforderten Voraussetzungen und die Anforderungen, die an Tester gestellt werden. Ganz wichtig: eine Registrierung kostet niemals Geld. Wenn also jemand von Euch eine Gebühr haben möchte – Finger weg, solche Angebote sind unseriös und bringen Euch wahrscheinlich auch keinen einzigen Auftrag.

Was macht ein Testkäufer?

Nachdem Ihr Euch bei einer oder besser noch mehreren Agenturen registriert habt, heißt es abwarten. Je nachdem, in welcher Region Ihr wohnt, gibt es mehr oder weniger zu tun. Ich wohne zum Beispiel in einer Kleinstadt, hier gibt es nicht sooo viele Tests. Anders sieht es sicher in Berlin aus oder wenn Ihr mobil und reisefreudig seid. Sobald es einen Auftrag in Eurer Gegend gibt, werdet Ihr per Mail oder Telefon gefragt, ob Ihr diesen übernehmen möchtet (sofern Ihr ins vorgegebene Profil passt). Dazu wird Euch mitgeteilt, was genau Ihr zu tun habt und was Ihr dafür bekommt. Man hat immer die Wahl, einen Auftrag anzunehmen oder abzulehnen.

Was wird getestet?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es eigentlich nichts gibt, was nicht getestet wird. Um mal einige Beispiele zu nennen, wo Testaufträge durchgeführt werden:

  • Einzelhandel
  • Restaurants
  • Hotels
  • Kreditinstitute
  • Versicherungen
  • Krankenkassen
  • Autohändler
  • Tankstellen
  • Onlineshops

So unterschiedlich diese Punkte auch sind, so verschieden sind auch die Dinge, die man dort testet und anschließend bewertet. Logisch eigentlich, dass es bei Versicherungen oder Banken eher auf eine gute Beratung ankommt und bei Onlineshops auf schnelle und gute Lieferung oder? Einen bestimmten Shop kann man häufig nur einmal aufsuchen. Stellt Euch einfach mal vor, Ihr testet heute ein Autohaus und lasst Euch ein Angebot rechnen und in paar Monaten kommt Ihr wieder und interessiert Euch für das nächste Fahrzeug. Klar, kann vorkommen, fällt aber auf. In solchen Fällen sollte man einen Testkauf auch mal ablehnen, selbst wenn das Angebot noch so gut ist.

Was verdient ein Testkäufer?

Es soll tatsächlich Menschen geben, die hauptberuflich Tester sind und davon leben können. Die Vergütungen für die Tests sind unterschiedlich und reichen von wenigen Euro bis hin zu dreistelligen Beträgen. macht man solche Testkäufe eher als Hobby in unregelmäßigen Abständen kann man dafür allemal ein wenig Taschengeld verdienen; reich wird man damit sicher nicht. Man muss die Tätigkeit auch gern machen und Freude daran haben. Als Tester muss man sich häufig auch mal in andere Rollen versetzen oder falsche Identitäten annehmen. Da ist man schnell mal Single (obwohl man eigentlich verheiratet ist) und verfügt über ein Monatseinkommen von 2000 Euro (obwohl man vielleicht Hausfrau ist)…

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