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Süße Träume

KinderbettBei uns gibt es jeden Abend ein Schauspiel zu erleben und zwar immer das selbe. Es handelt sich dabei um der Zubett-Geh-Ritual unserer Tochter. Das muss immer in der selben Reihenfolge geschehen und es darf absolut nichts daran verändert werden, nicht mal eine unwesentliche Kleinigkeit. Wie läuft es genau ab?

Als erstes schaltet das Kind seine beiden Leuchttiere an: einen Käfer, der einen Sternenhimmel an die Decke projiziert und eine Leuchtmiez, die permanent ihre Farbe wechselt. Dann krabbelt das Kind ins Bett und wartet darauf, dass es zugedeckt wird. Mit zwei Decken – erst eine dickere und dann noch eine Kuscheldecke. Ja nicht umgekehrt!

Dann werden die Rollos heruntergelassen und das Licht ausgeschaltet. Nun folgt die Gute-Nacht-Geschichte, die meistens der Papa vorliest. Dafür gibt es ein ganz bestimmtes Buch mit gefühlten 30 Kurzgeschichten. Das Kind wählt eine davon aus, meist aus einer handvoll besonders beliebter Geschichten. Die kann sie natürlich alle auswendig und man könnte sich das Vorlesen auch sparen, weil das Töchterchen sie ohnehin von vorn bis hinten runterrasselt und man zu kämpfen hat, so schnell mitzulesen. Aber wehe, man verliest sich an einer Stelle: jeder Fehler wird sofort korrigiert.

Nach dem Ende der Geschichte wird sich verabschiedet und noch die Einschlafmusik angeschaltet. RadioweckerDafür haben wir extra einen Radiowecker mit CD-Laufwerk und USB-Anschluss gekauft, denn hier muss Abwechslung her (wird jeden Abend spontan entschieden). Je nach Müdigkeit unserer Tochter läuft dann eine CD mit weiteren Kurzgeschichten oder alternativ Schlaflieder vom USB-Stick.

Die mag sie ganz besonders, denn es sich nicht einfach irgendwelche Lieder sondern individuell gesungene von “Dein Schlaflied”. Bei der Bestellung dort gibt man den Namen des Kindes an und erhält kurze Zeit später die gewünschten Lieder als MP3 per Mailanhang. Darin ist dann der Name des Kindes enthalten. Eine Vorstellung davon erhaltet Ihr, wenn Ihr Euch einfach mal den Hörproben auf der Seite lauscht. Die Texte sind wunderschön und werden von einem Sänger mit sehr angenehmer, beruhigender Stimme wiedergegeben. Die Lieder eignen sich auch hervorragend als Geschenk zur Geburt oder zur Taufe. Dann aber eher in Form einer CD mit Cover…

Seit wir dieses beschriebene Ritual jeden Abend exakt einhalten, haben wir eigentlich keine Sorgen mit dem (Ein-)Schlafen mehr. Wenn ich da einige Monate zurückdenke… Oje. Da musste man sich neben das Kinderbett legen und so lange dort liegen bleiben, bis das Kind eingeschlafen war. Und das dauerte teilweise ewig. Schließlich musste ja permanent geprüft werden, ob Mama (oder Papa) noch daliegt und die Augen geschlossen hat. Wehe, wenn nicht. Und wenn man dann glaubte, dass die Tochter endlich eingeschlafen war, musste man sich noch irgendwie aus dem Zimmer schleichen. Da gab es nur drei verschiedene Ergebnisse:

1. es gelang problemlos – juhu Feierabend, 2. beim Aufstehen knackste eine Knie oder sonstiges Körperteil und das Kind war wieder wach oder 3. das Kind war noch gar nicht eingeschlafen und bemerkte den Fluchtversuch sofort.

In den beiden letzten Fällen konnte man sich direkt wieder neben das Bett legen und erneut warten, bis die Tochter wieder eingeschlafen war. Das dauerte beim zweiten Versuch meist wesentlich länger, da sie ja nun vorgewarnt war, dass man eine Flucht plante und somit genauer überwachte. Hach, das waren noch Zeiten. Da weiß man, was man abends getan hat: ein bis zwei Stunden wartend vor einem Bett gelegen – und manchmal selbst dabei eingeschlafen.

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