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Es ist nicht alles Gold…

April 13th, 2013 Posted in Business & Wirtschaft Tags: , , ,

Gold… was glänzt. Genau das müssen jetzt die Anleger spüren, die in das wertvolle Edelmetall investiert haben. Nun muss man unterscheiden, wie lange es schon her ist, dass sie sich für Gold als Anlage entschieden haben. Sprechen wir über Jahre, dann mag die jetzige Situation erträglich sein. Reden wir allerdings nur über wenige Monate oder Wochen, sieht das Ganze anders aus – denn der Goldpreis sinkt und sinkt und sinkt …

Um das mal an Zahlen zu verdeutlichen:

  • Goldpreis April 2000 = 302 Euro pro Unze
  • Goldpreis März 2013 = 1.251 Euro pro Unze.

Demgegenüber aber der kurzfristige Vergleich (allerdings in Dollar):

  • Goldpreis Januar 2013 = 1.677 Dollar pro Unze
  • Goldpreis Februar 2013 = 1.604 Dollar pro Unze
  • Goldpreis März 2013 = 1.603 Dollar pro Unze
  • Goldpreis aktuell (heute) = 1.536 Dollar pro Unze

Warum mich das so brennend interessiert? Nun ja, ich habe glücklicherweise nicht direkt in Gold investiert. Einige Anlageberater empfehlen das zwar, aber auch sie machen offensichtlich Fehler. Allerdings habe ich bei einer größeren deutschen Bank einen Sparplan abgeschlossen, dessen Verzinsung sich nach der Entwicklung des Goldpreises richtet. Steigt der Goldkurs, steigen meine Zinserträge – sinkt der Goldkurs, sinken meine Zinserträge. Und fast genau dem Zeitpunkt, als ich diesen Sparplan abgeschlossen habe, sinkt der Goldkurs Trauriges Smiley

Des einen Freud, des anderen Leid

Für mich ist das kein großer Grund zur Sorge, es gibt auf mein Erspartes immerhin eine Grundverzinsung, wenn auch nur eine geringe. Aber immerhin entstehen mir keine Verluste, wie es bei einer direkten Investition in Gold inzwischen der Fall wäre. So sind meine XX Euro noch genauso viel wert, wie zum Anlagezeitpunkt – mein Gold wäre in der gleichen Zeit im Wert gesunken.

Für andere ist die negative Entwicklung des Goldpreises eine riesige Chance: bei uns im Ort öffneten fast zeitgleich zwei sogenannte Goldankaufgeschäfte. Diese werben sehr aggressiv und zum Teil auch penetrant um Kunden und jedes Stückchen Gold, was sie diesen abkaufen können. Da wird man inzwischen schon zum gemütlichen Kaffeeklatsch eingeladen, wird mit attraktiven Gutscheinen gewunken und natürlich sensationellen Auszahlungen für das übergebene Gold. Ganz ehrlich? Hier macht nur einer ein gutes Geschäft.

Falls Ihr Gold zuhause liegen habt, bleibt am besten darauf sitzen, sofern Ihr nicht auf den Verkauf angewiesen seid. Jetzt ist der denkbar ungünstigste Moment, es zu veräußern. Wie sich der Markt entwickelt bleibt abzuwarten. Aber gerade jetzt, wo Zypern seine Goldreserven verkaufen möchte, um sich zu entschulden, sollten nicht auch wir Privatpersonen noch loslaufen, um unsere Bestände ebenfalls loszuwerden. In einer freien Marktwirtschaft bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis – denkt mal darüber nach…

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