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Die Energiewende vor der eigenen Tür

Windenergie

Auf meinem Foto seht Ihr die Ansicht, die sich mir bei einem Blick aus dem Fenster bietet. Weit und breit freie Natur. Erst bei genauerer Betrachtung sieht man, dass auch die Technik in unsere Umgebung Einzug gehalten hat – seht Ihr die drei Windräder?

Insgesamt stehen oben auf dem Berg sogar drei davon, eins wollte nur nicht aufs Foto. Und auch wenn viele sehr gegen solche Windparks sind (das hier ist sicher keiner), ich kann keine negativen Auswirkungen erkennen, weder auf meine Gesundheit inklusive Gehör noch irgendwelche anderen.

In immer mehr kleineren Gemeinden schließen sich Einwohner zusammen und erzeugen ihren Strom einfach selbst. Sie investieren gemeinsam in ein oder mehrere Windräder und verkaufen den damit erzeugten Strom an ein Energieunternehmen. Den Erlös teilen sie sich partnerschaftlich. Ich finde diese Idee absolut klasse und wäre sofort dabei, wenn ein solcher Plan in unserer Region mal aufgegriffen würde.

Die Energiewende ist in der Politik ja derzeit ein ganz aktuelles Thema, wohl auch, weil man gemerkt hat, dass man mit der Abschaltung von Atomkraftwerken (ich bin kein genereller Gegner davon) ganz neue Probleme geschaffen hat, die man bei dieser Spontanentscheidung gar nicht bedacht hat. Ja, Strom lässt sich heutzutage leider noch nicht speichern und beliebig abrufen. Er ist da, wenn er erzeugt wird.

Als Verbraucher kann man nicht wirklich viel unternehmen, abgesehen von Sparmaßnahmen, die aber eigentlich nur das eigene Budget beeinflussen. Und man kann natürlich immer dem günstigsten Stromanbieter hinterherlaufen und jedes Jahr mithilfe von Seiten zum Thema Strompreisvergleich nach einem billigeren Ausschau halten. Aber ist das der Sinn der Sache?

Immer häufiger wird inzwischen auch mit sogenanntem Ökostrom geworben, der auf den Einsatz von Atomkraft, Kohle und Gas verzichtet sondern nur mithilfe erneuerbarer Energien erzeugt wird. Darunter fallen Wasser, Sonne und eben auch Wind. Sicher wird der Trend immer mehr in diese Richtung laufen, aber bis alle bereit sind, dafür mehr Geld auszugeben, wird sicher noch eine Weile vergehen.

Vor einem ganz anderen Problem stand meine Mutter letztens, die ihren uralten Küchenherd nach wie vor mit Erdgas betreibt – warum auch immer. Jedenfalls ist dies in den letzten Jahren extrem viel teurer geworden und auch jetzt wurde wieder eine Preiserhöhung angekündigt. Diesmal hat sie diese nicht einfach so hingenommen, sondern bezieht jetzt nach einem Anbieterwechsel günstiges Erdgas von wemio und unterstützt dabei auch noch die Umwelt.

Wie das geht?

Es ist eine schöne Sache, die sich wemio da ausgedacht hat. Pro Gaskunden kauft das Unternehmen eine “Waldaktie”. Aus den Erlösen legt der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern neue Wälder an, die wiederum gut für unseres Klima sind. Mithilfe einer zusätzlichen Option kann man als Gaskunde auch noch die Wiedervernässung von Mooren unterstützen (die ansonsten nach und nach austrocknen würden).

Ach übrigens, die Windräder hinter unserem Haus versorgen leider nicht unseren Haushalt. Eigentlich schade, dass der Strom nicht den kurzen Weg nehmen kann, sondern kilometerweit in eine andere Region geleitet werden muss. Bei solchen Konstellationen ist es mehr als verständlich, dass die Energiewende viel teurer wird, als ursprünglich vermutet. Nein, besser gesagt: Es ist unverständlich…

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