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Der richtige Job

February 2nd, 2013 Posted in Business & Wirtschaft Tags: , , ,

Manche Entscheidung braucht sehr lang. Zum Beispiel die Suche nach dem richtigen Job. Wenn ich mich etliche Jahre zurückerinnere – das ist das Jahr 2000 – kann ich ein Lied von diesem Thema singen. Ich befand mich damals im Studium der Betriebswirtschaftslehre, in das ich mal eben so einfach reingerutscht war, weil mir nichts besseres einfiel. Mag seltsam klingen, ist aber so. Mit reichlich 18 Jahren und Abitur in der Tasche weiß man häufig nicht wirklich, welche berufliche Richtung man einschlagen soll.

Nun war ich im Studium recht unglücklich. Zwar genoss ich die viele Freizeit, aber der ganze Unterricht war mir einfach zu theoretisch. Wer malt denn bitte Buchungssätze in T-Tabellen? Oder schon allein die höhere Mathematik, für die ich bis heute kein einziges Anwendungsbeispiel in meinem Alltag finden konnte – wer braucht das? (Ich nicht)

So beschloss ich nach einigen Jahren Betriebswirtschaftsstudium, dass dies absolut nicht mein Fall ist und ich lieber “richtig arbeiten” möchte, also praxisbezogen. Deshalb schrieb ich zahllose Bewerbungen und nutzte dabei auch viele Tipps aus dem Internet wie zum Beispiel diese hier: Ausbildung Tipps Regensburgjobs.de, die auf nahezu alle Punkte eingehen, die in einem normalen Bewerbungsprozess stattfinden.

Konnte die Bewerbung überzeugen, fand ich mich schnell in sogenannten Eignungstests wieder. Diese wurden damals bevorzugt von Kreditinstituten oder Krankenkassen angewendet, weil sich im Jahr 2000 noch mehrere hundert Interessierte auf eine freie Lehrstelle bewarben (heute ist das wohl nicht mehr so extrem). Auf jeden Fall sitzt du dann zwei Stunden vor irgendwelchen Fragebögen mit Wissenstest und Schnelligkeitsaufgaben. Zeugs nach Buchstaben sortieren, Zahlenreihen ergänzen, Sudoku spielen…

Hatte man diesen Test bestanden, wurde man tatsächlich zum Vorstellungsgespräch eingeladen, an dem ich IMMER scheiterte. Warum? Man fragte mich jedes Mal, warum ich mein Studium beenden möchte und damit einem anderen Bewerber die Chance auf einen Ausbildungsplatz nehme. Mir fehlten überzeugende Argumente. Und so bekamen immer andere die Stelle – ich war ja schließlich versorgt.

Irgendwann exmatrikulierte ich mich einfach und war ab sofort keine Studentin mehr. Damit schoss ich mir zwar ein klassisches Eigentor, weil ich ab diesem Zeitpunkt arbeitslos war, musste mir aber keine Fragen nach dem Studium mehr anhören. Und kurze Zeit später hatte ich meine Lehrstelle Zwinkerndes Smiley

Nach Abschluss der Ausbildung lief es dann für mich bestens. Ich wollte nicht in dem Unternehmen bleiben und machte mich daher frühzeitig auf die Suche nach einer Stelle in meiner Heimat. Dabei waren mir neben überregionalen Jobbörsen auch regionale Anbieter von freien Stellen hilfreich, wie zum Beispiel die Seite Berufe Augsburg, die es auch für meine Region gibt. Dort kann man erstmal schauen, welche Stellen im eigenen Ort oder naher Entfernung frei sind.

Bei mir klappte es durch eine Initiativbewerbung. Man schnappt sich das Telefonbuch bzw. die Gelben Seiten, sucht die passende Branche und schickt jedem potentiellen Arbeitgeber ein ganz kurzes Schreiben. Darin steht lediglich, welchen Beruf man gelernt hat, vielleicht noch ein zwei Angaben zur eigenen Person und dass man gerne die vollständigen Bewerbungsunterlagen zusendet, sofern Interesse besteht. Ihr glaubt nicht, welche Reaktionen ich damit losgetreten haben.

Ich bin ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass ich kaum Rückmeldungen auf meine insgesamt knapp 20 Briefe erhalten werde. Tatsächlich war es dann aber so, dass sich ca. die Hälfte der Angeschriebenen telefonisch meldete, die andere Hälfte schriftlich. Zwar nur, um mir mitzuteilen, dass momentan keine Stelle frei ist, aber immerhin. Mit so großer Resonanz hatte ich nicht gerechnet.

Ja und dann war da jemand, der schickte mir eine ganz knappe Mail, dass ich doch bitte meine kompletten Bewerbungsunterlagen einreichen solle. Das habe ich auch getan und bin bis heute mit diesem Arbeitgeber glücklich und zufrieden und feiere im August das Jubiläum meiner 10jährigen Betriebszugehörigkeit. So schnell kanns gehen…

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