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Wer mehr bezahlt ist selber schuld

StromrechnungIn wenigen Tagen wird Strom mal wieder teurer. Eigentlich nichts Neues, denn der Preis steigt jedes Jahr, manchmal sogar mehrmals. Dieses Mal wurde aber sehr viel darüber in den Medien berichtet und somit die halbe Nation verrückt gemacht. Oha, uns drohen also ganz viele Stromsperrungen, weil viele die neuen Vorauszahlungen nicht aufbringen können. Wird das Wort des Jahres 2013 statt Altersarmut vielleicht Stromarmut?

Einen Vorteil hat die ganze Aufregung, denn dadurch ist die sogenannte Energiewende wohl inzwischen bei jedem angekommen. Und jeder dürfte nun auch verstanden haben, wie das ganze finanziert werden soll. Ob es nun gerecht oder ungerecht ist, dass (auch) Otto-Normal-Bürger dafür aufkommen muss, während große Unternehmen von der EEG-Umlage befreit werden können, sei mal dahingestellt. Gegen die Abgabe selbst kann man nicht viel tun, wohl aber gegen die Stromkosten an sich. Nicht dass Ihr nun alle Widerspruch bei Eurem Stromlieferanten einlegt, das wird Euch sicher nichts nützen. Ich spreche eher von einem Vergleich der Stromkosten mittels www.stromrechner-24.de.

Dazu braucht Ihr eigentlich nur Euren Verbrauch aus dem letzten Jahr, damit Ihr die Kosten richtig vergleichen könnt. Den Verbrauch findet Ihr auf Eurer letzten Abrechnung, manche Lieferanten führen sogar in einer Statistik auf, wie er sich entwickelt hat. Jedenfalls benötigt Ihr diese Angabe in Kilowattstunden und gebt sie ins Vergleichsformular ein. Dazu noch Eure Postleitzahl, denn nicht jeder Anbieter liefert Strom in allen Regionen. Das wars auch schon, nun könnt Ihr Euch schon die Ergebnisse anzeigen lassen.

Diese werden nach Preis aufsteigend angezeigt, das günstigste steht also oben. Hier gibt es allerdings zu beachten, dass einige Stromanbieter mitunter ganz weit oben stehen (und vermeintlich gute Preise bieten), dies aber an Bedingungen knüpfen. Die wohl riskanteste dabei ist Vorauskasse. Dabei zahlt man nicht monatlich xx Euro, sondern gleich mal einen drei- oder vierstelligen Betrag je nach geschätztem Verbrauch für ein Jahr im Voraus.

Wohin das führen kann, hat die Insolvenz von TelDaFax eindrucksvoll gezeigt. Ich kenne leider sehr viele ehemalige Kunden dieses Anbieters. Die haben sich gefreut wie Oskar, dass sie einen sooo preiswerten Stromanbieter gefunden hatten. So zahlten sie ohne Wimpernzucken zig Euro auf einen Schlag und wähnten sich den Rest des Jahres in Ruhe, weitere Zahlungen fielen ja nicht mehr an. Bis das System zusammenbrach und TelDaFax von heute auf morgen von einem Insolvenzverwalter geführt wurde. Dies bedeutete, dass man sich zum Einen schnell einen neuen Stromanbieter suchen musste oder zwangsweise in die Grundversorgung des örtlichen Lieferanten gesteckt wurde (die meist die teuerste Alternative darstellt) und zum Anderen das bereits im Voraus gezahlte Geld abschreiben konnte.

So wurde aus einem vermeintlich günstigen Angebot ein extrem teures, denn man hat im allerschlechtesten Fall für den gleichen Zeitraum gleich an zwei Anbieter zahlen müssen – per Vorkasse an TelDaFax, die nichts mehr lieferten und das Geld behielten und an den neuen Lieferanten, der für die Stromlieferungen natürlich Abschlagszahlungen wollte. Dies aber nur mal als Gedankenanstoß, weil ich sehr viele dieser Fälle mitbekommen habe. Deshalb kann ich nur von diesem Zahlungssystem abraten, auch wenn die Anbieter mir Preisvorteilen locken.

Ebenso sollte man auch auf Angebote schauen, die einen einmaligen Bonus enthalten. Klar macht eine Prämie von xxx Euro die Stromkosten erstmal günstiger, aber meist nur im ersten Jahr und verknüpft an häufig versteckte Bedingungen. Da nützt nämlich eine wunderschöne “Fangprämie” nichts, wenn man aus dem dabei abgeschlossenen Vertrag die nächsten 24 oder mehr Monate nicht mehr rauskommt und über diese Laufzeit in Summe mehr bezahlt, als bei einem anderen Anbieter, der einfach nur Grund- und Verbrauchspreis berechnet und keine Sonderzahlungen in Aussicht stellt.

Man darf sich einfach nur nicht vom erstbesten Angebot blenden lassen und muss auch mal weiterlesen. Und am besten den Vertrag nicht sofort abschließen, sondern lieber nochmal in Ruhe darüber nachdenken. Ich drucke mir die Bedingungen ja gern erstmal aus, um sie durchzulesen und auch mal nachzurechnen, was bei unserem Verbrauch rauskommt. Erst wenn mich das Ergebnis überzeugt und ich die Zahlen nachvollziehen kann, kommt ein Wechsel des Stromanbieters in Betracht. Und den haben wir in den letzten Jahren schon mehrmals hinter uns, jedes Mal ohne Probleme.

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