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Was ist Kunst…

… und was nicht? Dass wir gerne basteln, dürfte meinen Lesern inzwischen bekannt sein. Doch worin unterscheiden sich unsere Werke eigentlich von denen sogenannter Künstler, die damit Geld verdienen und vielleicht auch davon leben können? Ich spreche jetzt nicht von Malern – mit denen wir nie mithalten können – sondern eher von bildenden Künstlern. Die aus den verschiedensten Materialien Kunstwerke aller Art schaffen.

Nehmen wir zum Beispiel Günther Uecker. Dieser fertigt seit Ende der 50er Jahre Nagelbilder. Das sind dreidimensionale, oft weiß bemalte Reliefs aus Nägeln, die durch die Ausrichtung der Nägel und die Wechselwirkung von Licht und Schatten ihre eigene Dynamik erhalten. Außerdem versieht er inzwischen auch Alltagsgegenstände wie Möbel mit Nagelreliefs (Quelle: Wikipedia). Damit hat er es bis in den Bundestag geschafft, denn dort durfte er den Andachtsraum ausgestalten und brachte darin gleich 7 seiner Werke unter. Dabei handelt es sich um Tafeln, auf denen mit Nägeln, Farbe, Sand, Asche und Steinen bildnerische Gestaltungen zu sehen sind.

Richtig bekannt wurde Günther Uecker durch seine Prägedrucke, bei denen er Nägel gegen Büttenpapier presst. Falls Ihr Büttenpapier nicht kennt, hier eine kurze Beschreibung. Ursprünglich steht dieses Begriff für geschöpftes Papier. Ein Schöpfsieb wird in eine sogenannte Bütte (= Zuber, Bottich) eingetaucht, die ein Gemisch aus Wassern und Fasern enthält. Danach wird das Sieb langsam wieder herausgehoben. Dabei sammeln sich die Fasern auf der Sieboberseite an und bilden einen Bogen. Für künstlerische Zwecke bleiben die Papier übrigens unbeschnitten und haben einen ungleichmäßigen Rand. Inzwischen wird dieses Papier leider kaum noch von Hand geschöpft und in großen Stückzahlen maschinell produziert. Wer sich noch für die herkömmliche Art der Herstellung interessiert, dem kann ich einen Rundgang durch die Räume von Freiberger Büttenpapier nur wärmstens empfehlen – jaja, meine Heimat 😉

Zurück zum Thema, ich bin ein wenig abgeschweift. Es gibt etliche schöne Kunstwerke von Günther Uecker, die ich Euch jetzt hier aber nicht alle einzeln vorstellen möchte. Mir selbst gefällt – neben den Werken aus Büttenpapier – das  “Porzellanobjekt” sehr gut, auch wenn ich es mir derzeit nicht leisten kann. Eigentlich ein ganz simples Werk und doch so wertvoll. Es handelt sich um einen Porzellanteller mit einigen Nägeln darauf. All seine Werke sind heiß begehrt und innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Und ja, ich denke er kann davon leben…

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