Sakons Blog

Trends und Aktuelles aus meinem Leben
Home » Business & Wirtschaft » Keine Lagerhaltung mit Dropshipping

Keine Lagerhaltung mit Dropshipping

LagerhaltungHabt Ihr schon mal über einen eigenen Internetshop nachgedacht? Ja ich weiß, viele von Euch haben tatsächlich einen und verkaufen dort die verschiedensten Dinge. Aber ich meine gar nicht Eure selbst hergestellten oder ausrangierten Sachen (abgesehen davon, dass ich die natürlich weiterhin gern kaufe). Als Buchhalterin kann ich Euch sagen, dass man mit einem Onlineshop sehr viel Geld machen kann, vorausgesetzt, man vertreibt die richtigen Produkte.

Ihr stellt Euch das jetzt sicher so vor: da sitzt jemand, der kauft einen riesigen Posten Ware, lagert alles irgendwo ein und beginnt nun, die Artikel einzeln zu verkaufen. Das war zumindest meine bisherige Vorstellung eines Internetshops. Diese Variante mag vielleicht auch funktionieren, kann aber auch nach hinten losgehen. Wenn man nämlich Pech hat, liegen im Lager nur Ladenhüter, die man nicht loswird. In diesem (ungünstigsten) Fall hat man Geld für die Waren investiert und erzielt dem gegenüber nur geringe oder gar keine Einnahmen, was letztendlich zwangsläufig zum Verlust führt.

Anders verfahren die Onlineverkäufer, von denen ich spreche. Sie sitzen einfach mit Laptop an einem beliebigen Ort, weil sie mit ihrem Shop an keinen festen Platz gebunden sind. Bei schönem Wetter findet man sie also auch im Freibad, denn auch dort können sie arbeiten und ihren Verkäufen nachgehen. Um ehrlich zu sein, selbst im Urlaub auf den Malediven könnten sie ihren Geschäften nachgehen. Klingt unseriös für Euch? Ist es aber keineswegs, das Phänomen nennt sich Dropshipping.

Nun stellt sich die Frage: was ist Dropshipping und wie funktioniert das? Es ist recht einfach zu erklären. Die Händler haben kein Lager, weil sie keins brauchen. Außerdem – und das ist der größte Vorteil – müssen sie sich nicht mit Ware eindecken. Bestellt nun ein Kunde einen Artikel aus dem Angebot des Onlineshops, ordert der Verkäufer diesen bei seinem Großhändler und lässt ihn von diesem direkt an den Kunden versenden. Der Verkäufer selbst hat also mit der eigentlichen Ware gar keinen physischen Kontakt. Der Großhändler schickt nach erfolgter Lieferung eine Rechnung über die Ware an den Verkäufer. Dieser wiederum rechnet gegenüber seinem Kunden ab – im Normalfall mit Gewinnaufschlag wie ich Euch vor wenigen Tagen ja schon beim Kalkulationsschema erklärt habe.

Bei den meisten Onlineshops zahlt man als Kunde per Vorkasse oder Paypal. So hat der Verkäufer in unserem Beispiel sein Geld schon, bevor er die Ware bestellt hat und bezahlen muss. Er geht also absolut kein finanzielles Risiko ein. Bestellt niemand in seinem Shop, erzielt er zwar keine Einnahmen, hat aber – wenn er intelligent genug ist – auch keine Ausgaben. Er muss keine Ware einlagern, wodurch er neben dem Platz natürlich auch die Raumkosten spart. Und wisst Ihr, welchen riesigen Vorteil ein Verkäufer noch hat? Er braucht sich um die Logistik nicht zu kümmern. Er muss weder irgendwelche Dinge verpacken, noch versenden – das alles erledigt der Großhändler.

Wie schon am Anfang beschrieben, mit einem Onlineshop kann man wirklich Geld machen. Dass man nachgefragte Produkte anbieten sollte, versteht sich wohl von selbst. Und dass man natürlich auch ein wenig arbeiten muss, dürfte auch noch jedem einleuchten. Aber man kann sich viel Arbeit und vor allem Kosten vom Hals schaffen, wenn man Lagerung und Versand auslagert, und seine Waren mittels Dropshipping an den Kunden liefern lässt…

Leave a Reply