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Wie sicher ist eigentlich sicher?

IMG_1752Wenn man Mitglied in Flohmarktgruppen ist oder regelmäßig in Kleinanzeigen aller Art stöbert, fällt in letzter Zeit eines auf: Es gibt erstaunlich viele Fahrräder zu kaufen zu seltsamen Preisen. Nein, ich spreche nicht von Wucher. Ich meine eher das Gegenteil; aber wie nennt man das Gegenteil von Wucher? Bei uns im Ort wechseln Fahrräder sehr oft den Besitzer, die meisten davon aber scheinbar wohl eher unfreiwillig. Darüber will ich mich jetzt nicht weiter auslassen, diese Verlustmeldungen liest man nahezu täglich in der Zeitung bzw. dem Polizeireport. Nur schon seltsam, dass dann relativ hochwertige Fahrräder in Foren auftauchen zu eher lächerlichen Preisen. Und um den Namen des Anbieters entziffern zu können, braucht man selbst bei Facebook schon die Übersetzen-Funktion.

Was also tun, um sein Fahrrad vor ungeplantem Besitzwechsel zu schützen? Nun, am besten macht man das so wie ich und schafft sich erst gar kein Fahrrad an. Wenn man doch eins hat, sollte man alles tun, es so gut wie möglich zu sichern. Das geht sicherlich am besten, indem man das geliebte Rad in geschlossenen Räumen parkt, wenn man es nicht benötigt. Und unterwegs hilft wahrscheinlich nur eines: Das Fahrrad nicht aus der Hand geben bzw. nicht aus den Augen lassen. Das ist allerdings leichter als gesagt. Im Normalfall muss man sich in diesem Fall wohl dann doch auf sein Fahrradschloss verlassen.

Wusstet ihr, dass Experten empfehlen, mindestens nochmal 10% des Kaufpreises vom Fahrrad in ein gutes Fahrradschloss zu investieren? Nur so als Richtlinie, aber das heißt, wenn ich mir ein Fahrrad für 1000€ hole, sollte ich gleich noch 100€ für ein Fahrradschloss einplanen. Das ist je nach Kaufpreis des Rades schon ein Batzen Geld extra. Wahrscheinlich ist es auch richtig, an dieser Stelle nicht zu sparen, nur bietet kein einziges Fahrradschloss eine 100%ige Sicherheit. JEDES Schloss lässt sich mit dem richtigen Werkzeug und genügend Zeit knacken!

Umso wichtiges ist es, sich auch beim Kauf des Fahrradschlosses umfassend zu informieren und verschiedene Alternativen zu vergleichen. Nur machen es einem die Hersteller nicht gerade einfach, einen Vergleich von Fahrradschlössern durchzuführen. Jeder Hersteller – ABUS, Kryptonite, Onguard und wie sie alle heißen – hat nämlich ein eigenes System, die von ihm angebotenen Schlösser in sogenannte Sicherheitsstufen einzuordnen. Und so zählt für den einen mehr die Aufbruchsicherheit und für den anderen so Merkmale wie Zylindertechnik, Bügelstärke, Bedienbarkeit oder sogar Design. Wie soll man so etwas miteinander vergleichen?

Etwas hilfreicher sind da sicherlich unabhängige Tests oder auch Prüfplaketten von Institutionen wie Stiftung Warentest und Co. Ab einem gewissen Fahrradwert bestehen übrigens sogar Versicherungsgesellschaften darauf, dass das zu versichernde Rad mit einem geprüften Schloss gesichert wird! Naja, in Anbetracht der in der Einleitung erwähnten Auffälligkeit kann ich das sehr gut nachvollziehen.

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