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Mit dem Rollstuhl auf Reisen

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Bis vor wenigen Jahren sind wir im Sommer immer mit den Schwiegereltern verreist. Das war einerseits zwar anstrengend, weil man sich von früh bis spät nicht aus dem Weg gehen konnte. Andererseits hatte es aber auch Vorteile, weil so das kleine Kindlein manchmal auch mit Oma und Opa vertan war und man sich so in Ruhe mal die Umgebung anschauen konnte, ohne gleich sämtliche Souvenirshops leerkaufen zu müssen. Seit einigen Jahren funktioniert dieses Vorgehen aber nicht mehr, denn die Schwiegermutter ist nach einem Schlaganfall auf den Rollstuhl angewiesen und seither eigentlich gar nicht mehr verreist.

Eine Reise käme für sie nicht in Frage, weil man ja mit Rollstuhl nirgends hinkäme – das ist immer das Hauptargument, wenn man mit Reisevorschlägen kommt. Bus – geht nicht, da muss man Treppen rauf und runter. Flugzeug – geht nicht, da hat man nicht genug Platz. Schiff – geht nicht (Begründung ist mir gerade entfallen). Tja und Auto? Damit kommt man nicht weit genug, als dass man von Urlaub sprechen könnte…

Dabei gibt es im Internet doch so viele gute Reisetipps für Rollstuhlfahrer, durch die man bestimmt eine geeignete Reise bzw. ein schönes Ziel findet. Vor einigen Jahren waren wir zum Beispiel im Urlaub in Bulgarien. Schon beim Hinflug fiel uns eine muntere Truppe aus vorwiegend älteren Damen auf. Alle ein wenig gehandicapt mit Rollator, Gehhilfen und sogar Rollstuhl. Also grob zusammengefasst: Allesamt schlecht zu Fuß, aber extrem gut gelaunt. Zu nahezu jeder – oder zumindest jeder zweiten – Dame gab es eine Betreuerin, die sich während der ganzen Anreise um alles kümmerte. Die älteren Damen unterhielten den ganzen Flughafen mit ihren Gesprächen, während die Betreuerinnen das Einchecken organisierten, sich darum kümmerten, dass alle Gehhilfen mit ins Flugzeug gelangten usw.. Für uns als (unbetroffene) Außenstehende war das sehr interessant anzusehen und blieb in positiver Erinnerung.

Klar, wenn ich meine Schwiegereltern jetzt an diese Reisetruppe erinnern würde, bekäme ich als Antwort sicherlich den Hinweis, dass es sich dabei um rüstige Rentner in fortgeschrittenem Alter handelte. Aber vielleicht gibt es ja eben solche organisierten Reisen auch für “jüngere” Menschen, die Betreuung bzw. Hilfe brauchen? Wenn jemand einen entsprechenden Tipp parat hat, dann bitte her damit. Ich leite diesen dann umgehend weiter…

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