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Besuch bei VW in Wolfsburg

IMG_1435Ich bin euch noch einen Reisebericht schuldig. Schon vor mehr als vier Monaten waren wir für einige Tage in Wolfsburg, um das VW-Werk zu besichtigen. Ganz so wie geplant hat das allerdings nicht geklappt, denn wir hatten für unseren Urlaub ausgerechnet das Wochenende nach Himmelfahrt ausgewählt und an eben diesem Brückentag (Freitag) fand bei VW keine Führung durch das Werk statt. Verständlich, denn nach Vater- bzw. Männertag hat sicherlich die halbe Belegschaft Urlaub.

Trotz allem wurde den Besuchern einiges geboten und ein kleiner Einblick in die Produktion gewährt. Insbesondere gab es etliche Filmvorführungen. Unter anderem wurde in diesen Filmen die Thermoformtechnologie erklärt. Okay, unter diesem Begriff kann man sich schon ein wenig vorstellen, wenn man zumindest weiß, dass Thermo für Wärme steht. Mittels dieser Technologie werden Bauteile für einen VW unter Wärmeeinfluss in die gewünschte Form gebracht. Dabei kann man selbst winzige Feinheiten einfließen lassen, sodass sich diese Art der Kunststoffverformung insbesondere für Bauteile wie

  • Cockpit,
  • Armaturen,
  • Innenraumverkleidungen oder
  • Türkomponenten

 

eignet. Solange der Kunststoff durch Wärme bearbeitbar ist, kann man ihn mit Werkzeugen in die gewünschte Form bringen und dabei auch Wölbungen und Vertiefungen, Aussparungen und Sonderformen erzeugen. Diese Verformung erfolgt übrigens vollautomatisch anhand von exakt festgelegten (Computer- bzw. Roboter-)Programmen. Jedes produzierte Teil gleicht dem anderen, was natürlich für eine hervorragende Passgenauigkeit sorgt. Naja, und dass diese exakte Massenfertigung nur noch durch Maschinen geschieht, muss ich sicher nicht erwähnen – jeder nicht durch einen oder mehrere Menschen besetzte Arbeitsplatz spart den VW-Konzern natürlich jede Menge Geld und Kosten.

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Neben diesen ganzen fachlichen Dingen – die sicherlich für Männer furchtbar interessant sind – gab es aber auch für Frau und Kind etwas zu schauen. Meine Tochter war ganz fasziniert von einem zerlegten Auto, bei denen man schichtweise die einzelnen Komponenten erkennen konnte. Die technischen Details des Motors waren dabei weniger interessant wie beispielsweise der Fahrgastraum (siehe Bild links). Und natürlich gab es eine sehr große Fahrzeugausstellung mit sämtlichen Fahrzeugen von Volkswagen. Angefangen vom 1er Golf über den Käfer und Bully-Bus bis hin zu ganz aktuellen und begehrten Fahrzeugen war da für jeden was dabei.

Für Kinder gibt es in der Autostadt übrigens jede Menge Attraktionen. Meine Tochter hat an zwei Tagen gleich mehrfach ihren Kinderführerschein gemacht – das war der Vorteil dieses Brückentages, denn es war nicht wirklich viel los. Und so musste man nicht stundenlang anstehen oder warten, um mit einem PC-Simulator das Autofahren zu trainieren oder im Elektrofahrzeug für Kinder auf dem Trainingsparcours einige Runden zu drehen.

Ich kann euch diesen Ausflug uneingeschränkt empfehlen. Ihr solltet dafür aber mindestens zwei (besser drei) Tage einplanen und unbedingt darauf achten, dass ihr auch an einer Werksführung teilnehmen könnt. Außerdem solltet ihr reichlich Taschengeld einstecken. Dafür bekommt ihr aber einen unvergesslichen Aufenthalt und ganz viel Einblick in die Produktion eines Autos. Und mit ein wenig Glück auch das ein oder andere Schnäppchen, denn direkt gegenüber der Autostadt befindet sich ein riesiges Designer-Outlet aller bekannten Modemarken Zwinkerndes Smiley

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