Sakons Blog

Trends und Aktuelles aus meinem Leben
Home » Familie & Erziehung » Junggesellinnenabschied ganz nach meinem Geschmack

Junggesellinnenabschied ganz nach meinem Geschmack

February 4th, 2016 Posted in Familie & Erziehung Tags: , , , ,

20140606_175552

Ich muss gestehen, dass ich kein großer Fan von Junggesellen- und Junggesellinnenabschieden bin. Mein eigener ist nun schon fast zwei Jahre her und ich habe allerdings – trotz eben gemachter Aussage – nur positive Erinnerungen daran. Meine Mädels haben aber auch wirklich sehr große Rücksicht auf meine Vorlieben genommen und mir eigentlich gar nichts “angetan”. Angefangen hat mein Junggesellinnenabschied am frühen Nachmittag, da wurde ich daheim abgeholt. Ich hatte trotz aller Aushorchmaßnahmen keine Ahnung, was für den Tag geplant war.

Es ging dann auf eine Anhöhe der Stadt, von wo aus man einen tollen Ausblick hat. Meine Befürchtung, dass wir in das dort gelegene Bergwerk einfahren würden, bestätigte sich nicht (obwohl das als Ausflugstipp uneingeschränkt zu empfehlen ist, wenn ihr mal in der Gegend seid). Mir hingegen wurde eine unglaublich liebevolle Kaffeetafel bereitet, mit jeder Menge frisch gebackenem Kuchen, Muffins und natürlich Kaffee. Es war traumhaft, aber ich wartete irgendwie auf den großen Schnitt von Friede-Freude-Eierkuchen zu peinlichen Aktionen.

Von dem Junggesellenabschied meines Mannes war ich ja schon vorgewarnt. Er durfte den ganzen Tag in Brautkleid durch die Gegend laufen, aus dem Bauchladen mehr oder weniger brauchbare Dinge verkaufen, auf der Elbe entlangschippern und es sich abends in einem Nachtclub “gut” gehen lassen. Und obwohl auch ich insgeheim damit gerechnet hatte, auf die einheimische Bevölkerung mit Ware losgelassen zu werden, um diese an Mann oder Frau zu bringen, blieb mir das erspart. Schade, denn ich hatte mir sogar schon einige Sprüche parat gelegt Zwinkerndes Smiley

Nach meinem extrem bezaubernden Kaffeetrinken wurde alles in die bereitstehenden Autos verstaut, inklusive meiner Wenigkeit. Dann ging die Fahrt los, Ziel für mich unbekannt. Ein wenig erleichtert war ich, als wir die Stadt verließen – “na wenigstens muss ich mich nicht in unserer Kleinstadt zum Eimer machen” schoss mir durch den Kopf. Und während ich so vor mich hingrübelte, was denn wohl das Ziel sein könnte, waren wir auch schon da. Huch, mitten in einem Kuhdorf auf einem Bauernhof? Ich bekam ein wenig Angst, weil ich erstens dort noch nie war und nun absolut überhaupt nicht mehr wusste, was mich erwartete.

Was soll ich sagen: das Ziel war genau nach meinem Geschmack. Die nächsten zwei oder drei Stunden war ich samt meinen Mädels teil eines Kochkurses, bei dem wir ein 3-Gänge-Menü zauberten. Es gab Salat aus Wildkräutern (frisch gepflügt auf dem Feld vor der Tür), mit Frischkäse gefüllte Putenschnitzel mit Kartoffelstampf und das Dessert war irgendwas mit Erdbeeren – ist mir doch tatsächlich entfallen. Aber es war unglaublich lecker. Der Abend endete also bei einem gemütlichen Dinner mit Freundinnen und ich konnte gar nicht fassen, dass sie mich danach gehen ließen und gar nicht erst versuchten, mich in eine Disko oder einen Nachtclub zu schleifen. Ach wie schön, dass man so tolle Freundinnen hat – danke nochmal Mädels!

Comments are closed