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Deine, meine, unsere

EtikettMit dem Schulanfang unserer Tochter begann eine ganz neue Ära: Seit das Kind lesen und schreiben kann, muss alles beschriftet werden, was irgendwie zu Beschriften geht. Kurz vorm Schulanfang war es noch meine Aufgabe, jedes Schulbuch, jedes Schreibheft, jeden Stift und jedes Kleidungsstück mit dem Namen des Kindes zu versehen – könnte ja sein, jemand anderes in der Klasse hat genau das gleiche oder in der Schule bleibt mal etwas liegen. Könnte nicht nur sein, passiert andauernd. Zum Glück hält unsere Tochter ihr Hab und Gut recht gut zusammen und hat bisher alles wiederfinden können, was zeitweise abhanden gekommen war.

Diese kurzfristige negative Erfahrung führte wohl bei ihr dazu, dass nun wirklich jeder Gegenstand, der mehr oder weniger ihr gehört, auch ihren Namen tragen muss. Bei Dingen, die man Beschreiben kann, funktioniert das noch recht gut und sie kritzelt ratzfatz ihren kompletten Vornamen drauf. Egal ob Malbuch, Spielkarten oder selbstgemaltes Bild – inzwischen wird alles ordnungsgemäß beschriftet.

Problematischer wird es, wenn man das “Eigentum” nicht mehr einfach mit einem Kugelschreiber beschriften kann, zum Beispiel Kuscheltiere, Brotbüchsen oder auch Kleidungsstücke. Gerade erstgenanntes hat meine Tochter schon ein wenig in den Wahnsinn getrieben, schließlich muss ihre geliebte Liese (= Plüschteddy) und natürlich ihr Olaf (=Plüschschneemann) regelmäßig mit in den Hort. Aber ohne Namenskennzeichnung geht das jetzt ja nicht mehr Zwinkerndes Smiley

Von ihrer nähenden Mama wusste das schlaue Kind, dass man Etiketten selber machen kann und setzte direkt voraus, dass man genau diese auch zur Kennzeichnung von nicht beschreibbaren Gegenständen verwenden kann. Rein theoretisch ist das sicherlich möglich, nur steht auf meinen daheim verfügbaren Kleideretiketten weder ein Name noch ist vorgesehen, sämtliche Gegenstände damit zu verzieren. Die Etiketten habe ich mir vor einiger Zeit mal angeschafft, um meine selbst genähten Kleidungsstücke ein wenig aufzupeppen. Gerade bei Geschenken sieht es schöner aus, wenn ein kleines Etikett daran ist, anhand dessen man erkennt, dass es sich um Handarbeit handelt.

Die Lösung?

Nachdem das Kind begriffen hatte, dass ihm diese Textiletiketten nichts nützen würden, ließ es (glücklicherweise) wieder davon ab. Liese und Olaf besaßen bereits ein Herstellerschild, auf welchem der Name meiner Tochter noch mit einem Textilmarker ergänzt werden konnte. Ebenso die Brotbüchse, die dank eines CD-Markers zumindest einige Spülgänge lang beschriftet sein dürfte. Ja und die Kleidungsstücke? Mal ehrlich: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man seine Socken, sein Unterhemd oder seinen Schal in der Schule verwechselt? Ich befürchte mal, das Risiko tendiert nahezu gegen Null. Und bei anderen Dingen wie Jacke, Turnschuhen und Regenschirm ist eine Beschriftung mit dem Namen schon durch den Hersteller vorgesehen…

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