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Haus zu verkaufen

NEIN, nicht unseres. Das sollte zuerst gesagt bzw. geschrieben sein, nicht dass hier gleich die ersten Anfragen eingehen. Aber in letzter Zeit ist mir immer häufiger aufgefallen, dass in unserer Region etliche Objekte zum Verkauf stehen. In dieser Größenordnung ist mir das neu, weil Häuser doch eigentlich recht gut an den Mann bzw. nächsten Besitzer zu bringen sein sollten. Ich wundere mich nur gerade ein wenig darüber, dass man zurzeit an immer mehr Häusern diese bekannten “zu verkaufen”-Schilder sieht.

Ich gehört ja zu den Menschen, die diese Schilder dann auch noch etwas genauer lesen. Zumindest dann, wenn nicht nur eine Telefonnummer darauf steht sondern auch noch einige Angaben zum Objekt selbst. Größe des Grundstücks, Wohnfläche, Baujahr, Aufteilung – ich liebe solche Grundrisse regelrecht. Am eigenen Haus kann man zwar dadurch nichts mehr ändern, aber man sieht mal, was andere Architekten sich so bei der Planung gedacht haben Zwinkerndes Smiley

Diese Verkaufsoffensive erinnert mich ein wenig an unsere regelmäßigen Besuche am Balaton in Ungarn. Dort scheint es nach Saisonende im Herbst normal zu sein, dass viele Häuser ihre Besitzer wechseln. Sei es, weil den bisherigen die Hypothek über den Kopf gewachsen ist, die auf dem Haus lastet oder vielleicht auch aus ganz anderen Gründen. Wobei ich in Ungarn stark von Überschuldung der Eigentümer ausgehe…

Da gehe ich auch davon aus, dass zum Beispiel ein Immobilienmakler in der Schweiz wesentlich mehr zu tun hat als einer in der Puszta. Dort versucht man noch, sein ungeliebtes Haus irgendwie auf eigene Faust loszuwerden und sich die Kosten für einen Makler oder Vermittler zu sparen. Da hängen dann eben an jedem dritten Haus riesige Plakate mit der Aufschrift “eladó” – was nichts anderes heißt als “zu verkaufen”. Es wirkt halt auf Touristen recht befremdlich, wenn das an so vielen Häusern steht und man die Region aus früheren Zeiten bzw. den Sommermonaten als sehr gefragt kennt. Wie gesagt, das Phänomen tritt zum Saisonende auf, also im Oktober und Folgemonaten. Da fahren nicht mehr wirklich viele Leute an den Balaton – außer uns (um zu schauen, was sich dort verändert hat).

Wahrscheinlich gibt es aber noch viel mehr Unterschiede zwischen einem Hausverkauf in der Schweiz und einem in Ungarn. Klar, die Währung. Aber kann man Forint und Franken überhaupt vergleichen? Ich befürchte nicht. Und die Dimensionen werden unglaublich weit voneinander entfernt sein. Aber wahrscheinlich werden in beiden Ländern die Kaufinteressenten immer klagen, dass die Anschaffung unglaublich teuer ist. In Ungarn helfen da (leider) die Bank sehr schnell mit kaum rückzahlbaren Krediten (aber daran verdienen sie ja auch sooo gut). Und in der Schweiz? Keine Ahnung, aber ich nehme mal an, dass dort selbst die Banken ein wenig sparsamer mit ihrem Geld umgehen…

Ach übrigens: Wir fahren natürlich auch in diesem Jahr wieder unsere jährliche Balatonrunde. Ich bin ja mal gespannt, ob die Anzahl der “eladó”-Plakate zugenommen hat und dieses Mal auch unser Stammrestaurant betroffen ist. Das hatte nämlich bereits im letzten Jahr geschlossen und sah nicht mehr danach aus, bald wieder landestypisches Essen servieren zu können Trauriges Smiley

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