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Haushaltshilfen und Pflegepersonal

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Diese Woche führte uns der Verdacht auf eine Blinddarmentzündung direkt von der Notaufnahme auf die Kinderstation im Krankenhaus. Man war das ein Schreck so kurz vorm Urlaub. Wäre es tatsächlich der Blinddarm gewesen, würde ich zum Einen jetzt nicht diesen Text schreiben (weil ich dann jetzt bei meiner Tochter wäre) und zum Anderen wäre der kurz bevorstehende Sommerurlaub mal eben flöten gegangen. Okay, es war nicht der Blinddarm, es war blinder Alarm – klingt ja immerhin so ähnlich.

Aber an so einem Beispiel sieht man mal, wie schnell man auf Hilfe angewiesen sein kann. Wie schnell sich einfach mal so über Nacht alles ändern kann und sämtliche Pläne über den Haufen geworfen werden. Da ist eine Blinddarm-OP noch ein eher harmloser Fall, aber denkt mal zum Beispiel an einen Schlaganfall – davon waren wir in der Familie in den letzten Jahren gleich zweimal betroffen; ein Familienmitglied kam dabei mehr oder weniger mit dem Schrecken (und ohne nennenswerte bleibende Schäden davon), das andere ist seither auf einen Rollstuhl und Ganztagsbetreuung angewiesen.

Da es sich bei den genannten Personen um ein Ehepaar handelt, wurde der Mann mal eben zum Pfleger und kümmert sich nun rund um die Uhr um seine Frau. Für Zeiten, wo er selbst mal eine Auszeit braucht, steht zum Glück die sogenannte Kurzzeitpflege zur Verfügung. Die haben wir im April für einige Wochen in Anspruch genommen, weil niemand aus der Familie wirklich die Zeit hat, Beruf und eigene Familie hintenanzustellen, um sich ganztägig um eine Person zu kümmern. Außerdem fehlt es da ehrlich gesagt auch an Erfahrung.

Auf Kurzzeitpflege hat man aber jährlich nur vier Wochen Anspruch, sind die abgelaufen, muss man sehen wie man kommt. Die beste Lösung ist dann sicher eine professionelle Haushaltshilfe. Die findet man entweder über einen örtlichen Pflegedienst oder über eine Haushaltshilfen und Betreuungskräfte Agentur. Letzteres ist eine recht tolle Sache: Man teilt der Agentur die Bedürfnisse der zu pflegenden Person mit und bekommt eine oder mehrere Haushaltshilfen vorgestellt.

Um das mal an unserem Beispiel zu erläutern: Man nennt der Agentur also als “Bedingungen”, welche die Pflegekraft unbedingt mitbringen muss. Das können so Punkte sein wie:

  • Führerschein
  • Kochen/Ernährung/Einkaufen
  • Hausreinigung
  • Körperpflege (also Hilfe beim Waschen, Duschen, Zahn- und Haarpflege)
  • Umgang mit dem Rollstuhl

und bekommt dann eine passende Dame vorgeschlagen, die genau mit diesen Erfahrungen dienen kann. Dann muss man vielleicht noch schauen, ob die Pflegeperson zu einem selbst passt und kann sie engagieren.

Sogar der Staat beteiligt sich an den Pflegekosten. Ich muss sagen, dass dieses Thema immer mehr an Bedeutung gewinnt, da die Zahl der Pflegebedürftigen steigt und steigt. So gibt es etliche Steuererleichterungen für Betroffene und Angehörige; davon sind in letzter Zeit einige dazugekommen bzw. verbessert worden. Inzwischen können selbst Angehörige wie die eigenen Kinder entstandene Pflegekosten von der Steuer absetzen, wenn sie beispielsweise ihre Eltern in deren Haushalt pflegen lassen. Das ging früher nicht, weil Bedingung war, das die zu pflegende Person im Haushalt des Steuerpflichtigen wohnt – hieße also, die Eltern wohnen mit bei ihren Kindern.

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