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Seedballs Part I

20150518_151512Auch im Erzgebirge ist nun die Gartensaison eröffnet – war wohl dieses Jahr nicht viel mit Winter. Und die Eisheiligen? Halten sich auch zurück. Ich bin ja bekennende Kräutergärtnerin und konnte mit diesem Spleen einem Facebook-Aufruf nicht widerstehen. Sandra von miss-greenball.de suchte darin nach Testern für ihre sogenannten Seedballs.

Vielleicht schaut ihr jetzt genauso wie ich, als ich dieses Wort das erste Mal hörte. Aber es nennt sich tatsächlich Seedballs = Samenbälle bzw. kugeln. Darunter konnte ich mir so absolut nichts vorstellen. Gut, wenn man sich die Beschreibung auf der Internetseite durchliest, versteht man sicher schnell, worum es sich dabei handelt. Aber auf jeden Fall ist das etwas, was man nicht an jeder Ecke bekommt und schon gar nicht im Baumarkt oder der Gärtnerei nebenan – wobei bei uns um die Ecke ja ohnehin nichts ist Zwinkerndes Smiley

Nun, die liebe Sandra war so nett und hat mir einige Seedballs liebevoll per Hand gerollt – ausschließlich aus Erde, Ton und Saatgut – und zum  Testen zugesandt. Zur Auswahl stehen derzeit sieben verschiedene Ausführungen, die da wären:

  • Essbare Blüten – Mehr als 15 bunte Sorten, deren Blüten alle essbar sind.
  • Vogelhochzeit – Mehr als 10 Blumensorten, Wuchshöhe 60 – 200 cm
  • Schmetterlingstanz – Mehr als 30 Blumensorten, Wuchshöhe 40 – 80 cm
  • Blütenmeer – Mehr als 15 Blumensorten, Wuchshöhe 25 – 40 cm
  • Naschgarten – Kresse, Radieschen, Petersilie und Erbsen
  • Urban Gardening – Kürbis, Kapuzinerkresse und Gartenkresse
  • Grüne Sauce – Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch.

Neben meinem (Kräuter-)Favoriten “Grüne Sauce” erhielt ich noch eine “Vogelhochzeit”, einen “Schmetterlingstanz” und einmal die “Essbaren Blüten”. Als ich das Paket erhielt, musste ich ein wenig schmunzeln. Die kleinen Kügelchen erinnerten mich ein wenig an die Biene Maja, in deren Trickfilmen regelmäßig ein kleiner MistKäfer ein Kügelchen vor sich her rollt. Ich glaube, da gibt es einige Ähnlichkeiten, aber sicherlich nur optische: Die Seedballs haben weder einen Geruch, noch verlocken sie zum herumrollen. Dass sie nicht essbar sind, versteht sich eigentlich von selbst, dennoch wird man explizit darauf hingewiesen.

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Vorteile?

Den ersten großen Vorteil konnte ich bereits ausmachen. Ein Seedball ist sehr schnell ins Beet gebracht und bleibt da auch. Bei all unseren vorangegangen Aussaatversuchen standen die ersten Vögelchen schon parat, während wir noch mit dem Erde anhäufeln und angießen des Saatguts beschäftigt waren. Kaum drehte man Amsel, Drossel, Fink und Star den Rücken zu, machten sie sich über die Samen her und verschleppten diese in ihre Nester, um sie ihrem Nachwuchs in den Rachen zu schieben. Kann mit einem Seedball nicht passieren, da müsste schon ein sehr großer Vogel daherkommen, den ich in unserem Garten aber noch nicht gesichtet habe.

Nachteile?

Bisher keinen Nachteil entdeckt. Natürlich hat es ein wenig was vom Überraschungseffekt, was denn nun tatsächlich aus dem Seedball wächst. Ich konnte keine Information dazu finden, ob beispielsweise im “Schmetterlingstanz” nun tatsächlich 30 verschiedene Blumensorten enthalten sind (also in jeder Kugel) oder ob dies die maximal mögliche Anzahl an Sorten ist und vielleicht also nur zwanzig oder so wirklich daraus sprießen. Ist ja eine Frage der Herstellung, ob ich jeder Kugel wirklich 30 verschiedene Samen beigeben oder eine Mischung, in der bestimmte Sorten enthalten sein können oder auch nicht. Sandra? Magst du vielleicht dazu einen Kommentar hier lassen?

Meine Seedballs sind seit heute in bzw. unter der Erde und es heißt die nächsten Tage “Gießen und Warten”. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten, was aus meinen Samenkügelchen geworden ist. Demnächst also Part II zum Thema Seedballs.

One Response to “Seedballs Part I”

  1. Liebe Sabine,
    vielen Dank für diesen schönen Bericht. Den Vergleich mit dem Mistkäfer aus Biene Maja finde ich klasse 😀
    Zu deiner Frage bezüglich der 30 verschiedenen Blumensorten: Es ist tatsächlich so, dass die Mischung aus insgesamt ca. 30 Sorten besteht. Durch das natürliche Mischungsverhältnis der ‘Zutaten’ kann es aber passieren, dass in dem einen Seedball 12 und im nächsten 27 verschiedene Sorten enthalten sind – und in manchen natürlich auch 30 Sorten. Das lässt sich leider nicht beeinflussen. Es wäre kaum machbar (zumindest nicht bezahlbar 😉 wenn jeder einzelne Seedball mit 30 winzig kleinen Samenkörnchen ‘befüllt’ werden würde. Aber so hat man eben den Überraschungseffekt.
    Ich wünsche dir viel Spaß beim Beobachten, wie sich die Seedballs bei euch im Garten entwickeln!
    Viele Grüße, Sandra

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