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Waschtag an der See

WaschsalonDrei Wochen Kur-Aufenthalt bringen früher oder später ein Problem mit sich: Wohin mit der ganzen schmutzigen Wäsche? Zum Glück sind wir mit dem Auto angereist und konnten daher einiges mehr an Kleidung mitnehmen als bei einer Zugfahrt. Dort hätten wir unterwegs mehrmals umsteigen müssen – Maximum wären wahrscheinlich zwei Koffer gewesen, wobei selbst das mich schon vor eine riesige Herausforderung gestellt hätte; das Kind muss schließlich auch noch mit und braucht eine freie Hand.

Wir haben also (eigentlich) genügend Sachen für 3 Wochen mitgenommen. Wie gesagt: Eigentlich. Es hat sich längst herausgestellt, dass diese bei Weitem nicht so lange genügen werden und mindestens eine Waschladung vorher fällig wird. Ich gehe allerdings davon aus, dass es nicht bei einer bleiben wird, schließlich ist unsere Kleidung nicht einfarbig sondern kunterbunt. Und damit erübrigt es sich, von einem Waschgang zu träumen.

Die Klinik bietet zum Glück einen eigenen Waschsalon mit etlichen Waschmaschinen und Wäschetrocknern. Gegen einen geringen Obolus kann man diese Geräte nutzen. Interessant ist sicherlich, dass man diese Waschgänge irgendwie in den Therapieplan einbauen muss. Man muss ja die Wäsche auch wieder aus der Waschmaschine nehmen und in den Trockner umladen und von dort wieder entnehmen. Das erfordert Kreativität oder Planungstalent. Vergisst man nämlich einen Schritt oder kommt zu spät, ist die Wäsche schnell mal durch andere Personen aus der Maschine genommen und im schlechtesten Fall irgendwo hingeworfen. Klar, die anderen wollen auch waschen und sich nicht die saubere Wäsche anderer ansehen, die stundenlang in der Waschmaschine ausharrt, weil sie keiner abholt Zwinkerndes Smiley

Die Aufstellung der ganzen Maschinen hat auch irgendwie was von einem Waschmaschinen- und Wäschetrockner-Test, sie verlockt mich dazu, mehrere Maschinen gleichzeitig anzuwerfen und einen Wettbewerb zu starten. Die Ergebnisse wären sicherlich mal interessant, obwohl hier viele identische Geräte stehen. Aber wahrscheinlich würden auch die zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.

Ich selbst mag ja Wäschetrockner gar nicht so sehr, weil man einen Großteil der Wäsche gar nicht darin trocknen darf. Gerade bei Shirts mit Aufdrucken und Strumpfhosen habe ich recht schlechte Erfahrungen gemacht und vermeide es, diese Sachen in einen Trockner zu geben. Zuhause haben wir zwar auch einen, der wird aber fast nie genutzt. Und wenn, dann nur für Bettwäsche, Handtücher und einfarbige Shirts, denen keinen hinterherkräht, wenn sie nach dem Trocknen eine andere Größe haben als vorher.

Daheim trocknet die Wäsche fast ausschließlich im Freien, in den Wintermonaten auch gern mal im Heizungsraum. Das geht auch besonders schnell, weil dort hohe Temperaturen herrschen. Hier während der Kur bin ich auf einen Trockner angewiesen, wenn ich Wäsche waschen will. Es ist nämlich ausdrücklich verboten, nasse bzw. feuchte Wäsche in den Zimmern zu trocknen. Man könnte diese zwar problemlos über die Heizung hängen oder vielleicht auf dem Balkon auf eine Leine – es ist aber untersagt. Wahrscheinlich überwiegend aus ästhetischen Gründen.

Ich bin dann mal weg – im Waschsalon. Zum ersten Mal im Leben und ich hoffe einfach mal, dass ich meine Wäsche hinterher noch verwenden kann. Ansonsten wird es in den nächsten Tagen ein wenig knapp mit den Vorräten im Kleiderschrank…

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