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Mutter-Kind-Kur (Woche 1)

KönigsstuhlEine Woche Mutter-Kind-Kur an der Ostsee sind bereits vorüber. Zusammenfassendes Fazit gleich zu Beginn: Naja, der Erholungseffekt ist bei mir noch nicht eingetreten, eher im Gegenteil. Der Therapieplan ist eher dünn. Ich bekomme Rückenschule, Ausdauergymnastik, Klimatherapie (das ist Spazierengehen an der Ostsee), Massagen, Medizinische Bäder, Qi Gong (zur Entspannung) und Salzarium. Das klingt vielleicht viel, ist es aber nicht. Jede Anwendung hat man ein- bis zweimal pro Woche für jeweils 30 bis 50 Minuten. Jetzt könnt ihr ja mal rechnen. Es bleibt jedenfalls sehr viel Freizeit dazwischen – die ich gerade zum Schreiben nutze.

Größtes Problem derzeit ist, dass meine eigentlich seit Monaten verschwundene Neurodermitis hier wieder richtig aufgetaucht ist und mir arg zu schaffen macht. Der Arzt hat bei der Behandlung ganz sanft anfangen wollen und mir eine normale Hautsalbe verordnet. Nun, die hat mir früher schon nicht geholfen, das hätte er der Akte entnehmen können. Nach einer Woche stellte er das wohl auch fest und gab mir nun wenigstens eine Salbe mit etwas Kortison. Ich hoffe einfach mal, dass diese in den nächsten Tagen anschlägt.

Ja, was gibt es sonst zu berichten? Man wird langsam heimisch. Den Ort mit seinen 2500 Einwohnern kennt man inzwischen in- und auswendig, obwohl man kaum Leute trifft, wenn man das Haus verlässt. Keine Ahnung, wo die alle stecken. Am Wetter kann es nicht liegen, das war in der letzten wunderschön, fast schon wie Frühling. Sonnenschein, schön warm, kaum Wind. Perfekt, um an der Ostsee entlang zu schlendern.

Das Essen in der Klinik ist überhaupt nicht mein Fall. Es hat ein wenig was von einem Bed&Breakfast-Hotel bzw. einem günstigen All-inclusive-Angebot, bei dem es nicht viel Auswahl gibt. KlinikessenNach einer Woche kann man fast behaupten, dass man gar keine Auswahl hat, es gibt (abgesehen vom Mittagessen und einem warmen Abendessen) nämlich immer dasselbe. Und wenn man das nicht mag, hat man Pech gehabt.

Ich kann die Gesichtswurst zum Abendessen längst nicht mehr sehen – schon gar nicht essen – auch wenn meine Tochter nach intensiver Forschung festgestellt hat, dass es immer mal wieder ein anderes Gesicht auf der Wurst gibt. Kann ich verstehen, wahrscheinlich schaut es von Tag zu Tag grimmiger; so wie ich. Mittags gibt es immerhin vier Menüs zur Auswahl, bei denen ich bis jetzt zum Glück immer etwas einigermaßen Brauchbares finden konnte. Wenn man mal davon absieht, dass hier nicht viel Frisches auf den Teller kommt und ich seit einer Woche als Beilage immer den Reis erwischt habe.

Wie ihr seht, ich bin nicht sonderlich gut drauf. Das liegt sicherlich vor allem an meiner zurückgekehrten Neurodermitis. Damit habe ich nach monatelanger Beschwerdefreiheit nicht gerechnet und war nicht darauf eingestellt. Das zieht natürlich runter, auch wenn ringsherum alles andere in Ordnung ist. Naja, ich habe einfach mal Hoffnung, dass der Arzt mit seiner wirksamen Salbe Recht behält und ich nächste Woche genießen kann.

Apropos genießen. Die Wochenenden hier sind sehr entspannend – da hat man nämlich keine Anwendungen und Therapien und damit verbunden natürlich auch keinen Zeitdruck, weil man zu einer bestimmten Uhrzeit irgendwo sein muss. Den letzten Samstag haben wir für einen Ausflug zum Königsstuhl genutzt, dem bekanntesten Kreidefelsen auf der Insel Rügen. Unglaublich, in welche Höhe dieser ragt und wie klein die Menschen von oben sind, die unten am Strand spazieren gehen. Wie kleine Ameisen.

Diesen Samstag machen wir wieder einen Ausflug, dieses Mal nach Stralsund. Das liegt zwar nicht mehr auf der Insel Rügen, dafür soll sich dort ein sehr interessantes Meeresmuseum befinden. So richtig mit Nemo-Fischen und Meeresschildkröten, ich bin auf jeden Fall gespannt. Und in Stralsund war ich auch noch nie, dort trifft man sicherlich mehr Leute als hier im Ort Zwinkerndes Smiley

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