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Nein, das ist meine

GarderobeIch höre in den letzten Tagen vermehrt den Satz “Das ist aber meine”. Häufig ausgesprochen durch Kinder in Bezug auf Sachen, die sich im Kindergarten befinden. Wir sind ja derzeit zur Kur an der Ostsee, und sie besucht den klinikeigenen Kindergarten. Dort läuft alles ein wenig anders ab als daheim, wo man schon an alle Abläufe gewöhnt ist. Größtes Problem hier: Die Kinder haben zwar einen eigenen Haken an der Garderobe. Nur ist der Platz da so enorm winzig, dass man kaum eine Matschhose dort unterbringen kann. Geschweige denn noch eine Winterjacke, Schal, Mütze oder gar Sportsachen.

Das Problem lässt sich nicht lösen und wir müssen gezwungenermaßen damit leben und jeden Morgen sämtliche Sachen an diesem einen winzigen Haken bzw. dem schmalen Brettchen darüber unterbringen. Immer in der Hoffnung, dass die ganzen morgens mitgebrachten Dinge am Nachmittag noch an eben dieser Stelle zu finden sind.

Und genau da liegt das nächste Problem: Bei der Abholung fehlt schnell mal ein oder gar mehrere Teil(e). Letztens war beispielsweise die Matschhose verschwunden. Ja toll, wo fängst du da an zu suchen bei gefühlten 150 Kindern, die sich in diesem Kindergarten aufhalten? Noch dazu, wenn die Matschhose in einem dezenten dunkelblau ist, wie es wohl jedes zweite Kind hier trägt.

Aber wir hatten vorgesorgt, da wir genau vor diesen Situationen gewarnt wurden. Und so haben wir vor dem ersten Kindergartenbesuch jedes Kleidungsstück, was dort landen würde, mit Etiketten zur Handbeschriftung versehen, fein säuberlich mit Namen und Zimmernummer, damit es bei Verlust vielleicht wieder den Weg zu uns findet. Ihr kennt die Etiketten sicher für andere Zwecke wie das Beschriften von Tiefkühlbeuteln, Tupperdosen oder aus dem Bürobereich. Wir haben sie zweckentfremdet, obwohl sie für diesen Anwendungsbereich garantiert auch gut geeignet sind.

Der Vorteil ist, dass ich die Etiketten nach Ende der Kur einfach wieder aus den Kleidungsstücken entfernen kann. Mein Kind wohnt ja nicht sein Leben lang in Zimmernummer XXX (der Kurklinik Sellin) Zwinkerndes Smiley – genau das haben wir auf das Etikett geschrieben. Und daheim im Kindergarten sind die Garderoben überschaubar. Wenn da mal etwas wegkommt, findet man es ganz bestimmt bei den sogenannten “Fundsachen” wieder. Hier muss man schon Glück haben. Ich glaube, was weg ist, kommt so schnell nicht wieder. Und wenn man Pech hat, vielleicht nach der Abreise.

Unsere Matschhose fanden wir dann übrigens doch noch auf einem riesigen Haufen zusammengeworfener Hosen und Jacken aller Art. Wie auch immer sie dorthin gekommen ist (was mir keiner erklären konnte), ich bin ganz froh, dass sie wieder aufgetaucht ist. Denn so viele andere Alternativen hätten wir nicht im Koffer gehabt…

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