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Mutter-Kind-Kur (Die Ankunft)

008Regelmäßige Leser dürften es mitbekommen haben: Ich bin derzeit mit meiner Tochter bei einer Mutter-Kind-Kur in Sellin an der Ostsee. Der Weg dorthin war mehrfach beschwerlich; ich denke dabei jetzt vor allem an die Beantragung der Kur. Der Antrag wurde nämlich beim ersten Anlauf von der Krankenkasse abgelehnt, ohne großartige Begründung und schon gar nicht nach umfangreicher Prüfung (ich gehe davon aus, dass er gar nicht weiter begutachtet wurde).

Jedenfalls führte erst ein Widerspruch zum gewünschten Erfolg – der Kurbewilligung. Ich kann also jedem empfehlen, sich nicht einfach so von der Krankenkasse abwimmeln zu lassen, sondern auf das Recht nach einer Vorsorgemaßnahme zu bestehen. Es lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn es Monate dauern kann, bis die endgültige Entscheidung über den Antrag fällt.

Nun sind wir also an der Ostsee, ziemlich genau ein halbes Jahr nach Antragstellung. Und nein, ich wäre nicht lieber erst im Sommer hierher gefahren. Es war mein ausdrücklicher Wunsch, die Kur im Februar durchzuführen. Man kann sich das ja mehr oder weniger selbst aussuchen bzw. seinen Wunsch direkt schon im Antrag äußern. Ebenso das Ziel der Kur sowie den Kurort selbst, sofern es da durch die Krankenkasse keine Einschränkungen gibt.

Wir haben uns für die Anreise mit dem Auto entschieden, da die Bahn zu kompliziert erschien. Sechsmal umsteigen auf 9-stündiger Fahrt, noch dazu mit kleinem Kind und jede Menge Gepäck. Wie soll das bitte gehen? Mit dem Auto legt man die 550 Kilometer zwischen dem Erzgebirge und der Insel Rügen in etwas mehr als 6 Stunden zurück und kann noch dazu wesentlich mehr Gepäck mitnehmen, als man wollte Zwinkerndes Smiley

Der erste Eindruck der Klinik war gut, die Begrüßung recht kurz und schmerzlich. Auf dem Zimmer musste ich zuerst feststellen, dass es keine Badewanne gibt sondern nur eine Dusche. Hm, schon eine erhoffte Entspannungstherapie weniger für mich und noch dazu die stressige Vorstellung, einem nicht gern duschenden Kind genau dieses Bad schmackhaft zu machen. Aber: Es sollte eine Lösung für dieses Problem geben. In der Klinik kann man so gut wie alles ausleihen, teilweise kostenlos, teilweise gegen Kaution oder Gebühr. Eine Badewanne selbst steht zwar nicht zur Auswahl, dafür aber eine Babywanne, in der ein 5-jähriges Kind noch ganz gut sitzen kann.

Ansonsten gibt es so wenige Stunden nach der Ankunft nicht sonderlich viel zu meckern. Das Essen nicht besonders erwähnenswert (man kann es aber essen, sollte nur nicht allzu viel Abwechslung erwarten). Die Kinderbetreuung macht einen kompetenten Eindruck, obwohl in den Gruppen zu machen Zeiten teilweise enorm viele Kinder anwesend sind. Da geht der Einzelne sicher unter und wird ganz bestimmt nicht soviel Zuwendung erfahren, wie er es vielleicht aus der Kita daheim gewöhnt ist.

Mein Therapieplan ist überschaubar; nicht zu viel und nicht zu wenig. Ich muss ja auch erstmal schauen, wie das ganze anläuft. Nützt mir sicherlich nicht viel, wenn ich von einem Termin zum anderen hetzen muss. So sind zwischen den einzelnen Anwendungen immer mal wieder Pausen von einigen Minuten bis hin zu anderthalb oder zwei Stunden. Diese soll man sinnvoll nutzen für die eigenverantwortliche Therapiezeit, in der man beispielsweise zum nahegelegenen Strand laufen kann.

Nächste Woche kann ich dann bestimmt etwas mehr berichten, vielleicht ja schon über die ersten Kurerfolge (wegen denen ich eigentlich hier bin).

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