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Aus für Mützen, Schals und Co.?

005Wir schreiben den 18. Dezember 2014. Der Adventskalender unserer Tochter nähert sich dem Ende; in weniger als einer Woche kommt der Weihnachtsmann. Der Weihnachtsbaum steht schon in seiner vollen Pracht im Wohnzimmer und erhellt dieses allabendlich. Ringsherum haben jede Menge Räuchermännchen und Pyramiden ihren Platz gefunden, wir sind hier schließlich im Erzgebirge. Man könnte meinen “Alles wie immer” um diese Jahreszeit. Nein, weit gefehlt:

Es fehlt der Schnee!

Ich wiederhole nochmal: Es ist Mitte Dezember. Normalerweise haben wir zu diesem Termin bereits ein bis zwei Monate hinter uns, in denen wir morgens als allererstes den Schnee von unserem Hauseingang und den Autos entfernen mussten, um beides überhaupt nutzen zu können. Etliche Tage, an denen man lieber zuhause geblieben wäre, weil es draußen so frostig ist, dass einem die Nase gefriert. Und natürlich jede Menge Rodel- und Schneespaß für das Töchterchen.

Aber dieses Jahr? Heute haben wir sagenhafte neun Grad. Das Minuszeichen habe ich nicht vergessen, draußen ist eher Frühling als Winter. Von Schnee weit und breit keine Spur und unsere Schneefräse haben wir gut versteckt, damit uns keiner auslacht, weil diese schon bereitsteht. Vielleicht sollten wir sogar die Winterreifen wieder von den Autos montieren?

Am meisten ärgere ich mich, dass man morgens zur Zeit gar nicht weiß, was man anziehen soll. Die letzten Tage hatte ich meine Skijacke an und kam damit ordentlich ins Schwitzen. Ja selber schuld, heute habe ich aus den Erfahrungen gelernt und wieder zur Übergangsjacke gegriffen. Meiner Tochter musste ich wieder ihre heiß geliebte Bommelmütze entziehen. Wenn sie die bei diesen Außentemperaturen schon aufsetzt, auf was will sie dann im (hoffentlich noch bevorstehenden) “richtigen” Winter zurückgreifen?

Da ich zum Glück mit Wolle nichts anfangen kann, habe ich mir schon im Herbst einen neuen Kaschmir Schal zugelegt, den man auch bei etwas milderen Temperaturen tragen kann. Bin ich froh. Ich mag es ohnehin nicht, wenn man meterweise Stoff am Hals hat und diesen kaum noch drehen kann. Zumindest in diesem Punkt habe ich mich richtig entschieden.

So, und nun? Ich werde mich mal in Übergangsjacke und Turnschuhe auf den Weihnachtsmarkt begeben. Nach Glühwein ist mir zwar nicht zumute, mir ist jetzt schon wieder viel zu warm. Aber hier und da was zum Knabbern geht ja immer. Und meiner Tochter ist das Wetter zumindest so lange egal, wie sie auf dem Kinderkarussell ihre Runden drehen darf – das geht immer. Da ist es auch vollkommen egal, ob es ringsherum weihnachtlich ist oder nicht.

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