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Kuscheltier zum Selbermachen

Weihnachten naht, die Zeit für Geschenke. Laut einer Studie geben die Deutschen dafür in diesem Jahr wieder unglaublich viel Geld aus, mehr als in den früheren Jahren. Und so landen sicher wieder etliche Spielkonsolen, Tablets und andere teure Spielzeuge für die Kinder (und Küchengeräte für die Frau) unter dem Weihnachtsbaum bzw. im Geschenkesack des Weihnachtsmanns. Aber wie wäre es denn zur Abwechslung mal mit einem komplett selbst gemachten Geschenk? Vielleicht so als kleines i-Tüpfelchen? Als Anregung gibt es ja unglaublich viele GU-Ratgeber mit kreativen Ideen zu den Themen Stricken, Häkeln, Nähen, Sticken usw.

Selbermachen ist in und absolut in Mode, das beweisen zahlreiche Facebookgruppen und unübersehbar auch der riesige Shop von Dawanda. Die Kreativität einiger Bastler, Handwerker und Handarbeiter scheint da keine Grenzen zu kennen. Ich bin immer wieder über neue fantastische Ideen erstaunt und darüber, was man aus teilweise wenig Mitteln oder primitiven Zutaten so alles fertigen kann. Ihr wollt sicher ein Beispiel oder? Ich habe da eins:

Mein ganz eigenes Kuscheltier

Ich habe meiner Tochter einen ganz eigenes Kuscheltier gefertigt, das es in dieser Zusammensetzung wahrscheinlich nur ein einziges Mal gibt. Ein passendes Schnittmuster dazu war im Internet schnell gefunden, sogar vollkommen kostenlos. Dazu einige Beispiele für fertige Tierchen sowie Empfehlungen für Abwandlungen in Form verschiedener Vorlagen für Ohren, Arme, Beine und dergleichen. Fehlte nur noch ein passender Stoff. Meine Tochter steht grad unglaublich auf Buchstaben und übt schon eifrig für ihren Schulanfang – daher lag es natürlich nahe, einen damit bedruckten Stoff zu wählen.

Mein Kuscheltier besteht nicht wirklich aus vielen Teilen und ist daher sicherlich auch für (geduldige) Nähanfänger geeignet. 026Man benötigt ein Rückenteil, ein zweiteiliges Vorderteil (da kommt noch ein Maul dazwischen) sowie zwei Arme, Beine und Ohren in jeweils doppelter Ausfertigung. Dazu zwei Knöpfe als Augen und ein wenig Füllwatte, das war es auch schon. Sind alle Teile einmal zugeschnitten und bereitgelegt, muss man für die Anfertigung ca. eine Stunde einplanen, wenn man eine Nähmaschine zur Verfügung hat. In Handarbeit dürfte es ein wenig länger dauern…

Als erstes werden alle Anhänge – also Ohren, Beine und Arme – jeweils doppelt zusammengenäht, gewendet und mit Füllwatte ausgestopft. Diese Teile werden anschließend auf das Rückenteil des Kuscheltiers aufgenäht. Zwischen den beiden Vorderteilen wird jeweils eine Maulhälfte angebracht (diese besteht aus einem Halbkreis, ähnlich dem Kopfstück; ich habe sie leider nicht mit fotografiert).

Nun kommt die schwierigste Aufgabe, man muss Vorder- und Rückenteil zusammennähen. Das ist deshalb etwas kompliziert, weil am Rückenteil ja die ganzen ausgestopften Teile hängen, die man beim Zusammennähen ordentlich quetschen muss, um eine saubere Naht hinzubekommen. Gelingt dies nicht, würden am Ende die Ohren vielleicht nicht richtig fest sein und beizeiten wieder abfallen – das möchte doch keiner oder? Also Mühe geben beim Zusammennähen und lieber zwischendurch mal ein wenig fluchen; der Aufwand lohnt sich allemal.

Ist das Kuscheltier ringsherum zusammengenäht, wird es durch die Öffnung am Maul gewendet. Nun kann man Knöpfe als Augen annähen und das Tierchen anschließend mit Füllwatte ausstopfen. Als letztes müssen noch die beiden Maulhälften mit ein paar Stichen miteinander verbunden werden, damit die Kinder nicht die Füllwatte wieder herauspuhlen, um damit zu spielen.

Fertig ist ein tolles Geschenk für kleine und große Kinder. Aber Achtung: Hat man das erste eigene Kuscheltier fertiggestellt, ist man sofort gewillt, mit dem nächsten zu beginnen. Bei mir hat das erste Modell eine regelrechte Sucht ausgelöst und ich kann nicht damit aufhören, immer neue Nachfolger zu schaffen.

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