Sakons Blog

Trends und Aktuelles aus meinem Leben
Home » Heim & Garten » Wer anderen eine Grube gräbt…

Wer anderen eine Grube gräbt…

IMG_6377… fällt selbst hinein. Na hoffentlich nicht. Aber dieser Sommer hatte ein wenig was von diesem Sprichwort, zumindest dann, wenn ich an unseren Terrassenbau zurückdenke. Das Hochwasser 2013 bzw. der damalige Starkregen hatte ja zu Schäden an unserem Haus geführt, die erst in diesem Jahr behoben werden konnten. Die Baufirmen in der Region hatten erst einmal wichtigere Projekte, schließlich hatte es andere in der Gegend viel schlimmer getroffen und so mussten wir fast ein Jahr warten.

Im Mai 2014 waren wir endlich dran und bekamen den oben abgebildeten hübschen Minibagger auf das Grundstück gestellt. Daran sieht man mal, wie klein dieses eigentlich ist. Oder war es vielleicht doch gar kein Minibagger sondern schon ein richtiger?

Ich habe mich dann täglich nach dem Stand der Bauarbeiten erkundigt, obwohl ich mit den Antworten auf meine (laienhaften) Fragen auch nicht wirklich viel anfangen konnte. Dafür erklärte man mir allerdings jeden Tag, dass ich bitte nicht durch die Terrassentür nach draußen kommen solle, weil die Baugrube dafür ab sofort Stück für Stück tiefer werden würde. Man glaubt ja gar nicht, wie tief man schachten muss, um einem Haus eine ordentliche Drainage zu verpassen.

Da wir ein Fachunternehmen engagiert hatten, musste ich mir um die weitere Baustellensicherung (siehe: Groundforce) keine Gedanken machen. Ich glaube nicht, dass wir das in Eigenregie richtig gemacht hätten. Man buddelt ja nicht einfach drauf los, bis man auf der gewünschten Tiefe ankommt. Da müssen nach und nach die Wände abgesichert werden, damit das Erdreich nicht nachrutscht. Einmal mit dem Bagger am Rand lang gefahren, schon ist die Grube wieder verfüllt.

Und – besonders zu erwähnen – man sollte sich vorher informieren, welche Leitungen unter dem Grundstück verlaufen. Nicht dass man aus Versehen mit dem Bagger eine davon erwischt. Ihr wisst, was jetzt kommt? Auch Baggerfahrer finden mal eine Leitung und baggern sie mit aus bzw. an. In unserem Fall war das allerdings ein nicht ordnungsgemäß installiertes Drainagerohr, dass die letzten Jahre wahrscheinlich auch Ursache der Feuchtigkeit im Keller gewesen sein dürfte. Klar, wenn das Wasser nicht abfließt, wie es soll, sucht es sich einen anderen Weg. Und wenn das Ablaufrohr im Nichts direkt vor der Kellerwand endet, bietet sich dieser Weg an…

Letzte Woche hatten wir wieder einen dieser in unserer Gegend heiß geliebten Starkregen (Achtung: Ironie!) und schauten sorgevoll auf den Hang hinterm Haus. Ich will nicht sagen, dass wir auf das Wasser warteten. Es kam auch tatsächlich, allerdings dieses mal zurr Abwechslung in Form von Schlamm. Nur hat es inzwischen einen neuen Weg gefunden – die Stadt hat vor einiger Zeit einen wunderschönen Asphaltradweg direkt übers Feld gebaut. Den nutzt zwar kaum ein Radfahrer (wo soll der hier auch herkommen?) – dafür aber in Zukunft das Regenwasser. Naja, manchmal hat solch Verschwendung von Steuergeldern auch mal was Gutes: Unser Haus bleibt vom Wasser verschont. Danke liebe Stadtverwaltung!

Leave a Reply