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Verjährte Ansprüche

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Nein, wir ziehen nicht um. Auch wenn das Foto nebenan so aussieht – es stammt lediglich aus unserem Ankleidezimmer, dem wir vor Kurzem einen neuen Kleiderschrank gegönnt haben. Und da fanden jetzt auch einige Kleidungsstücke Platz, die bisher in Kartons verpackt auf dem Dachboden ihr Dasein fristeten und auf ihren großen Auftritt warteten.

Der Anblick dieser Kartons erinnerte mich gleich wieder an meinen Umzug vor reichlich fünf Jahren, waren – glaube ich – damals sogar die selben Kartons, also zumindest die größeren. Nur war die damalige Aktion viel stressiger als die jetzige, bei der ich mir alle Zeit der Welt lassen kann.

Die Räumung der Mietwohnung vor paar Jahren war an Fristen und Forderungen gebunden, die alle eingehalten werden mussten wollten. Und wenn man nicht gerade Experten mit der Wohnungsräumung beauftragt (sondern diese selbst übernimmt), stößt man schnell an seine eigenen Grenzen und die der freiwilligen Helfer.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich damals selbst fast keinen Handgriff getan habe, weil ich zu diesem Zeitpunkt bereits schwanger war und schon an meinem eigenen Bauch eine große Last zu tragen hatte. So blieben fast alle Arbeiten an meinen fleißigen Verwandten hängen, die das offensichtlich auch gern und zumindest mehr oder weniger freiwillig gemacht haben.

Am meisten kann ich mich noch an die Wohnungsabnahme durch die Hausverwaltung erinnern. Irgendwann ist ja mal alles ausgeräumt und besenrein gesäubert. Dann ist man der Meinung, dass sich die Wohnung wieder in dem Zustand befindet, zu dem man sie viele Jahre zuvor mal übernommen hat. Ansichtssache offenbar. Oder Auslegungssache? Betrachtungsweise?

Jedenfalls hatte sich meine Wohnung meiner Meinung nach während meiner Nutzung im Wert gesteigert – sie hatte in dieser Zeit immerhin Fliesen im Bad bekommen und hübsches Laminat im Wohnzimmer. Nur war das dem Vermieter gar nicht recht. Ja, wenn der Nachmieter das nicht so haben will, muss ich das auf meine Kosten wieder entfernen. Na sicher, der nächste Wohnungsinteressent mag sicher wasserlösliche Raufasertapete im Bad und gepunkteten Estrich im Wohnzimmer. Alles klar.

Zum Glück hat sich dieser Nachmieter bis heute nicht bei mir gemeldet; seine Ansprüche auf Absenkung seines Lebensstandards wären allerdings auch inzwischen verjährt. Wahrscheinlich weiß er noch gar nicht, dass er mir gegenüber diese Forderung hätte geltend machen können. Oder ihm gefallen einfach nur die Fliesen und das Laminat?

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