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Ausgesperrt aus dem eigenen Heim

Wie ihr ja vielleicht mitbekommen habt, wurde die Tage vor Ostern endlich unser Hochwasserschaden aus dem vergangenen Juni beseitigt. Wir haben diese Gelegenheit gleich noch genutzt, um unsere Terrasse neu und vor allem viel größer gestalten zu lassen. Wenn einmal alle Steine entfernt werden müssen, um eine neue Drainage zu legen, kann man das auch gleich nutzen.

Warum also zweimal die Baggerarbeiten bezahlen, wenn man alles in einem “Abwasch” erledigen kann? So weit, so gut. Die Bauarbeiten kamen zügig voran und die selbst gesteckte Frist von 14 Tagen wurde mit einem Tag unterboten. Jetzt herrscht wieder Ruhe im Garten und wir können unseren neu gewonnenen Freiraum genießen.

Einen mehr oder weniger lustigen Vorfall gab es allerdings während der Bauzeit, wenn auch absolut nicht im Zusammenhang mit dem Bau selbst. Um auf die Terrasse bzw. die Baustelle zu gelangen, verwendeten wir logischerweise die Terrassentür. Kein besonders erwähnenswertes Modell: Aus Glas, mit normalen Fenstergriff zu öffnen und zu schließen. Das kann jedes Kind – auch unseres.

Jedenfalls wurden wir zur Baubegutachtung auf die Terrasse beordert und folgten diesem Ruf. Unsere Tochter blieb wie so oft im Haus und beobachtete das Treiben des Baggers lieber aus der Ferne. Sicher geschützt durch die Glastür. Dahinter wurde es ihr wohl mit der Zeit zu langweilig und sie beschloss dann doch, mit nach draußen zu kommen.

Nur wählte sie dazu nicht den kürzesten Weg, sondern den logischen. Wer nach draußen will, muss Hausschuhe ausziehen und Straßenschuhe anziehen – das haben wir ihr monatelang vorgepredigt. Und bevor man das Haus verlässt, sind alle Fenster und Türen zu schließen. Dieses Vorgehen war nun absolut verinnerlicht. Ihr könnt es euch sicher denken; das Kind hat sich an alle Vorschriften gehalten.

Wenig später stand sie bei uns im Garten und begutachtete die Terrasse. Und wir Erwachsenen mussten kurz darauf feststellen, dass wir beide in Hausschuhen vor einer von innen verriegelten Terrassentür stehen. Natürlich hat keiner einen Schlüssel für die Haustür einstecken, warum auch, wir haben das Haus ja auf der Rückseite verlassen.

Da ist guter Rat natürlich teuer und uns war einerseits zum Lachen, andererseits aber zum Heulen zu Mute. Ich befürchtete schon, einen mobilen Schlüsseldienst  wie diesen hier: www.muenchen-schluesseldienst.org rufen zu müssen – dazu hätte ich allerdings mindestens ein Handy benötigt, dass ich verständlicherweise auch nicht dabei hatte. So steht man nun also zu dritt auf der neuen Terrasse und kann sich nicht wirklich darüber freuen. Mit dem Kind kann man nicht wirklich schimpfen, weil es nichts falsch gemacht hat. Wahrscheinlich müsste man es aus erzieherischen Gründen für sein perfektes Verhalten gar noch loben.

Warum auch immer, sicherlich war es Eingebung: Wenige Minuten erschien der Schwiegervater, die einzige Person, die einen Ersatzschlüssel für unser Haus besitzt. Den hatte er glücklicherweise auch dabei und konnte uns damit wieder in unser trautes Heim zurücklassen. Was lernt man daraus? Nicht wirklich viel, glaube ich. Die Situation kann jederzeit wieder auftreten. Ich werde nach wie vor nicht erst meinen Schlüssel und oder das Telefon einstecken, wenn ich mal eben kurz auf die Terrasse möchte…

One Response to “Ausgesperrt aus dem eigenen Heim”

  1. Ohje das kenne ich auch mit der Tür zumachen und dann ist man draußen. Oder das Kind macht die Tür von innen zu und will sie nicht mehr aufmachen und man steht dann draußen.

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