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Aus alt mach neu

Direkt gegenüber von unserem Grundstück liegt eine Bauruine. Also nicht etwa ein Haus, das niemals fertig gebaut wurde, sondern ein recht altes, um das sich in den letzten Jahren niemand mehr gekümmert hat. Früher soll das mal ein sehr schicker Gutshof gewesen sein. Davon ist aber inzwischen leider nicht mehr viel zu sehen.

Das einzige wirklich schöne an diesem alten Gebäude ist das Grundstück darunter. Das ist wirklich riesig und erstreckt sich über mehrere Hektar. Alles Bauland und nahezu unverbaubar, denn rings herum gibt es nur Ackerland und damit jede Menge freies Feld. Und laut aktuellem Bebauungsplan wird sich daran in den nächsten Jahren auch nichts ändern.

Ehrlich gesagt reizt mich dieses Grundstück schon, seitdem wir daneben wohnen. Es bietet sich als Gartenland regelrecht an, weil es so eine fantastische Größe und vor allem Lage hat. Es wäre ja direkt hinter unserem Haus. Ich kann mir das so richtig ausmalen, wie ich da morgens in meinen Garten marschiere, um Blumen und Gemüse anzubauen und abends mit reicher Ernte wieder heimkehre.

Der Haken an der Sache?

Nein, es ist nicht der Preis für das Grundstück samt Gebäude. Dieser liegt bei wenigen Tausend Euro und damit auf jedem Fall im bezahlbaren Bereich. Das Problem ist wohl eher doch die alte Ruine, deren Sanierung wohl keinesfalls lohnen würde. Dafür würde der Abriss und die Entsorgung des ganzen Schutts wahrscheinlich etliche Euro verschlingen, die eine Nutzung des Grundstücks als Gartenland wohl ausschließen dürften. So viel Geld investiert sicher keiner, um hinterher ein wenig Gemüse ernten zu können.

Anders sieht es da wohl mit den alten Bauruinen in unserer Innenstadt aus. Da lohnt sich tatsächlich die Investition in eine Sanierung, weil man die Kosten dafür steuerlich geltend machen kann. Zwar gibt es seit einigen Jahren schon keine Eigenheimzulage für Grundstückskäufer mehr; dafür kann man in unserer Gegend bei der Sanierung von Altbauten aber von der sogenannten Denkmalabschreibung Gebrauch machen. Als “Belohnung”, dass man ein historisches Gebäude bewahrt, kann man die Aufwendungen für dessen Instandhaltung von der Steuer absetzen,

Das ist zwar an einige Auflagen gebunden, lohnt sich aber für immer mehr Investoren, die sich anstatt eines Neubaus für ein etliche Jahre altes Haus entscheiden. Natürlich muss man vorher abwägen, ob man wirklich in einem sanierten Altbau leben möchte (ich glaube, das muss man mögen) oder doch lieber ein nagelneues Haus vielleicht am Rande der Stadt bauen lässt. Und einen Kostenvergleich sollte man bei beiden Alternativen ohnehin mal machen.

Unsere Ruine gegenüber ist leider kein Baudenkmal und steht auch nicht in schützenswertem Bereich. Aus steuerlicher Sicht ist sie damit eine absolute Nullnummer und würde nur Verluste verursachen, da eigentlich nur die Option auf Komplettabriss besteht. Aber so lange das Haus da noch steht und sich niemand für das Grundstück darunter zu interessieren scheint, träume ich einfach mal weiter von meinem eigenen Gemüsegarten. Man soll ja niemals nie sagen…

Quelle:Blockhaus-bauen.info

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