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Finanzberatung und Honorare

Vermögensberater gingen in den letzten Jahren bei uns ein und aus und hinterließen nicht nur bei mir einen eher fragwürdigen Eindruck. Irgendwie passten die vorgestellten Finanzprodukte nie wirklich zu dem, was wir eigentlich angefragt hatten. Prinzipiell finde ich ja das System nicht schlecht, dass zu Beginn alle vorhandenen Verträge wie Versicherung und Kapitalanlagen vollständig erfasst werden, um daraus eine sogenannte Vermögensanalyse zu erstellen. Das nennt zwar jedes Unternehmen anders, letztendlich ist es aber doch immer dasselbe.

Problematisch wird es häufig bei der Vorstellung dieser Analyse und der “Lösungen” der darin aufgedeckten Probleme. Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass JEDER Vermögensberater nur seine Produkte gut findet und nahezu alle anderen – vor allem die, die man schon abgeschlossen hat – schlecht reden möchte. Klar, die Tarife werden sicher im Laufe der Jahre auch besser. Aber ist wirklich jede Versicherung so schlecht, nur weil ich sie bei einem anderen Vermittler abgeschlossen habe?

Nun gut, jedenfalls sollte der Berater in diesem Moment auch zuhören und mir beispielsweise keine Geldanlage in Gold verkaufen wollen, wenn ich eigentlich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen wollte. Abgesehen davon hätte ich auch nicht sonderlich viel freies Kapital, um mich mit Edelmetallen einzudecken. An diesem Punkt trennt sich die Spreu vom Weizen, denn in diesem Moment merkt man, dass der Berater nicht meine Interessen verfolgt sondern ganz andere, nämlich seine.

Dass es anders geht, beweist die Finanzberatung durch sogenannte Honorarberater. Diese finanzieren sich eben nicht durch die Vermittlungsprovisionen für abgeschlossene Verträge, sondern durch ein fest vereinbartes Honorar, das man als Kunde an sie zahlt. Das klingt im ersten Moment sicher etwas seltsam, aber an einem Beispiel lässt sich das vielleicht gut erklären:

Nehmen wir einfach nochmal den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Ein Vermögensberater wird für dieses Anliegen etliche Vorschläge erstellen und eines davon bevorzugen. Der Grund hierfür ist schlicht und ergreifend der, dass er genau für dieses Angebot wahrscheinlich die höchstmögliche Provision der Versicherungsgesellschaft bekommt. Letztendlich handelt er also wie ein Verkäufer: Er versucht aus dem Vertragsabschluss den höchsten Profit (für sich selbst) herauszuschlagen. Inwiefern dabei die Interessen des Kunden berücksichtigt werden, dürfte in der Person des Beraters liegen…

Ein Honorarberater erhält vom Kunden eine fest vereinbarte Geldsumme für die Leistung “Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen”. Damit steht für ihn von Vornherein fest, was seine Arbeit wert ist und er bekommt weder mehr noch weniger, wenn er eine bestimmte Versicherung empfiehlt. Somit ist davon auszugehen, dass er für seinen Kunden das bestmögliche und optimal geeignete Angebot heraussucht, da er nicht Gefahr läuft, von Profitgier getrieben zu werden.

Zusammenfassend kann mal also sagen: Lieber ein paar Euro in einen seriösen Honorarberater investieren. Diese Kosten hat man garantiert schnell wieder rein…

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