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Der Kinder-Computer

Tablet

Wir haben es doch getan: Unsere Tochter hat ihren ersten eigenen Computer. Nicht so einen kunterbunten aus Plastik, auf dem verpixelte Männlein hin- und herlaufen, bis zehn zählen oder hässliche Melodien singen. Wenn schon, denn schon; es ist ein Tablet geworden.

Wie es dazu kam, ist recht schnell erklärt. Wir planen für den Herbst eine Reise, die mit einer relativ langen Autofahrt verbunden ist. Da wir leider aus organisatorischen Gründen weder nachts noch über Mittag (schade, Mittagsschlaf fällt aus) unterwegs sein können, mussten wir uns überlegen, wie wir das Kind so lange beschäftigen.

Ich mag im Auto weder hinten neben meiner Tochter sitzen, noch meinen Platz auf dem Beifahrersitz für den Kindersitz räumen. Sie braucht also Beschäftigung; und zwar für einige Zeit. Die erste Idee war daher ein Medienplayer, auf dem sie Trickfilme schauen kann. Doch so ein Gerät kostet schon reichlich über hundert Euro und bietet keine weiteren Funktionen.

Warum also nicht gleich ein Tablet?

Ich muss sagen, dass ich mit diesem Vorschlag lange hinterm Berg gehalten habe, weil unsere Tochter eher normal aufwachsen soll. Mit 4 Jahren schon einen PC? Eigentlich ein absolutes No-Go. Man hört ja auch immer wieder von Geschichten, bei denen Kinder unbeobachtet im Internet surfen, Dinge kaufen oder herunterladen. Klar ist man bei Streitigkeiten mit einer guten Rechtsschutzversicherung abgesichert, doch was deckt die Familienrechtsschutzversicherung ab, sind dann solche Fälle mit eingeschlossen?

Für das Tablet sprachen etliche Punkte, unter anderem:

  • es eignet sich wie gewünscht zum Anschauen von Trickfilmen und
  • bietet außerdem jede Menge Spielespaß in Form kleiner Apps und
  • ganz viele nützliche Funktionen für Mama und Papa auf Reisen.

Wie man auf meinem Foto sieht, wurde das Tablet auch direkt durch meine Tochter in Beschlag genommen, nachdem der Papa seine Installationen und ersten Testversuche abgeschlossen hatte. Sie fand natürlich gleich riesiges Interesse an einem Tiermemo-Spiel. Was für eine Begeisterung. Und eine erstaunliche Ruhe. Diese wurde nach einiger Zeit allerdings jäh durchbrochen “Mama, was ist das denn jetzt?”

Kurz mal nicht hingeschaut (Tiermemo mit 9 Karten wirkt recht einschläfernd), und schon befindet sich das Kind doch tatsächlich im Internet auf einer Seite, auf der man neue Tiermotive herunterladen kann. Natürlich kostenpflichtig und eins schöner als das andere, zumindest für eine Vierjährige. Daheim habe ich das unter Kontrolle – jedenfalls so lange die Spielunterbrechung noch lautstark verkündet wird – aber im Auto sehe ich dann nicht mehr, was sie mit dem Tablet macht. Nun ja, dann kann ich nur hoffen, dass sie “nur” virtuell shoppen geht und sich noch nicht so bald auf die Suche nach Downloads für Musik und Videos macht.

Falls doch, hoffe ich ehrlich gesagt, dass meine Rechtsschutzversicherung mir zur Seite stehen würde und meinen Anwalt bezahlt, bis er ein vergleichbar positives Urteil erwirkt wie die anderer Betroffener in den vergangenen Monaten. Beim Verkehrsrechtsschutz hat das bei mir bisher gut geklappt; ich hatte zum Glück aber auch erst zwei (unverschuldete) Unfälle. Beide führten jedoch zu Streitigkeiten: Einmal ist mir ein minderjähriger Fahrradfahrer in einer Einbahnstraße über das Auto gesprungen, im anderen Fall war ein Fahranfänger noch so frisch auf der Straße unterwegs, dass er noch nicht einmal einen Versicherungsnachweis dabei hatte.

So, und jetzt gehe ich mal doch lieber wieder schauen, was das Memo-Spiel macht; es ist so verdächtig ruhig geworden im Wohnzimmer Zwinkerndes Smiley

One Response to “Der Kinder-Computer”

  1. Wir werden im Herbst auch 13 Stunden Autofahren. Das wird auch ziemlich hart. Mal gucken, wie wir die Zeit überstehen. Für einen zweijährigen ist ein Tablet nämlich absolut noch nichts ;-).

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