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Wer pflegt mich, wenn ich alt bin?

PflegekofferUm so älter ich werde, um so mehr Gedanken mache ich mir um meine Zukunft. Klar, jetzt bin ich gerade mal Mitte 30. Trotzdem habe ich schon einige Gebrechen und Wehwehchen, die wahrscheinlich nicht mehr verschwinden werden. Nur wie ist das dann erst, wenn ich 60 bin? Besser wird es sicher nicht…

Die Politik bohrt ja momentan bei diesem Thema ordentlich mit. Wahrscheinlich ist es so gewollt, dass man sich einmal mehr Gedanken macht, was passiert, wenn man selbst einmal zum Pflegefall wird. Ich wünsche mir das nicht und auch niemanden anderen, aber darüber nachdenken sollte man schon. Und am besten bereits, bevor der Pflegefall eintritt – denn dann ist es zu spät.

Unser Bundesminister für Gesundheit – Daniel Bahr – hat der Pflege Bahr Versicherung gleich seinen Namen verliehen. Das hat vor einigen Jahren bei Walter Riester und seinem Rentenversicherungsmodell ja schon mal gut funktioniert. Aus dieser staatlich geförderten Altersvorsorge ist ein gutes Produkt zur privaten Ansparung einer Rente geworden, das sich nach wie vor für viele lohnt. Gerade Geringverdiener und Menschen mit Kindern profitieren davon. Mit nur wenig Eigenbeitrag holt man ein Maximum an staatlicher Förderung heraus und bekommt im Rentenalter immerhin eine Rente ausgezahlt. Wie hoch diese ist, kann man durch die eigenen Einzahlungen selbst beeinflussen.

Ähnlich auch die private Pflegeversicherung, die unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls vom Staat bezuschusst wird. Zwar reden wir hier nur über eine monatliche Zulage von 5 Euro, die den Eigenbeitrag ein wenig mindert. Allerdings ist auch das bei einer günstigen Versicherung zum Teil schon die Hälfte des insgesamt zu zahlenden Beitrags und macht die Pflegeversicherung damit mehr als erschwinglich.

Ohnehin glauben die meisten Leute bis jetzt, dass sie privat nicht für den eigenen Pflegefall vorsorgen müssen. Wie schon bei der Rente gehen sie davon aus, dass der Staat in solchen Fällen einspringt, schließlich zahlt man sein Arbeitsleben lang in gesetzliche Renten- und eben Pflegeversicherung ein. Doch die Leistungen aus der gesetzlichen Versicherung sind eher mau und decken fast nie die tatsächlich anfallenden Kosten für die Pflege von Bedürftigen. Häufig müssen diese noch drauf zahlen oder im schlimmsten Fall sogar die Angehörigen für die finanziellen Aufwendungen aufkommen.

Das möchte ich vermeiden und mich lieber frühzeitig um eine private Pflegeversicherung kümmern (ich bin ja bekennender Riester-Fan, wahrscheinlich kommt dann jetzt Herr Bahr dazu). Ich habe allerdings gelesen, dass man im Voraus unbedingt die Pflege Bahr berechnen sollte und mit einem nicht staatlich geförderten Produkt vergleichen muss. Die Bahr-Versicherung steht nämlich jedem offen, das heißt, sie muss jeden unter den gleichen Voraussetzungen aufnehmen. Das macht sie nicht nur teurer, sondern schmälert auch die zu erwartenden Leistungen im Pflegefall. Mitunter kann daher ein nicht förderfähiger Versicherungstarif günstiger sein.

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