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Der vielseitige Sitzsack

SitzsackKinder sind kreativ und wenn ihnen langweilig ist, kennt diese Kreativität offenbar keine Grenzen mehr. Aber von Anfang an. Ich besuchte letzte Woche meine Schwägerin. Deren Sohn ist ebenfalls vier Jahre alt, also ein hervorragender Spielkamerad für meine Tochter. Kaum waren wir dort eintroffen, verschwanden auch beide direkt im Kinderzimmer in der oberen Etage des Hauses. Dann war Ruhe. Bei einem kurzen Kontrollgang nach einiger Zeit konnte ich mich davon überzeugen, dass sie völlig zufrieden zusammen spielten. Zwar sah das Kinderzimmer aus wie nach einem Bombenangriff, aber das ist man als Mutter gewöhnt und es war ja nicht unseres.

Zu fortgeschrittener Stunde vernahm man aus dem Kinderzimmer eine Art Trampelgeräusch. Immer nur zwei dumpfe Schläge, kurze Zeit nichts und danach ging alles wieder von vorn los. Was um alles in der Welt machen die beiden da oben? Da auch meine Schwägerin keine Erklärung dazu hatte, schauten wir nach: Die beiden hatten einen großen Sitzsack vor das Bett gezerrt, nahmen vom Bett aus Anlauf und sprangen direkt in den Sitzsack. Dabei quietschten sie regelrecht vor Vergnügen und bemerkten gar nicht, dass wir sie beobachteten.

Das sah zum Einen extrem lustig aus, zum Anderen aber auch leicht gefährlich, denn so ein Sitzsack bleibt nicht unbedingt an Ort und Stelle stehen, wenn man mit Schwung darauf springt. Wahrscheinlich machte genau das den Reiz an der Sache aus, denn die beiden wussten nie, wie sie im Sack landen würden; mal mitten drin, mal fast daneben und mal so ungünstig, dass sie kaum wieder rauskamen. Das Spiel ging wohl noch über eine halbe Stunde, wenn das reicht. Danach waren beide Kinder einfach nur noch kaputt vom Toben und machten es sich im bzw. auf dem Sitzsack gemütlich. Traute Zweisamkeit, schade dass ich die Kamera nicht parat hatte.

Auf dem Heimweg erklärte mir meine Tochter, dass ich ihr auch für ihr neues Kinderzimmer auch so einen Sitzsack kaufen müsse. Bisher hatte sie sich eigentlich eine Hängematte gewünscht, in der sie unter ihrem Hochbett schaukeln könnte. Nun also die Wendung; mit einem derartigen riesen Sack kann man aber auch so viel anstellen. Ich finde die ehrlich gesagt auch bequem, weil man sich richtig hineinfletzen kann. Ein anderes Wort fällt mir dafür nicht ein, bitte entschuldigt den sächsischen Ausdruck. Jedenfalls kann man in dem Sitzsack abhängen, das kann man weder auf einem Stuhl noch auf einer Couch. Meist sind die Säcke ja mit kleinen Kügelchen gefüllt – ähnlich einem Stillkissen – und geben dadurch nach und passen sich dem Körper an. Vielleicht gar nicht schlecht die Idee, auf die Hängematte zu verzichten. Von der hätte ich nämlich gar nichts, weil ich nicht unter ein Hochbett von 1,20 Meter Höhe passe…Sitzsack

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