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Keine Rendite zu erwarten

Der Abschluss einer Lebensversicherung lohnt sich derzeit so gut wie gar nicht mehr. Noch vor wenigen Jahren wurde mit hervorragenden Zinsen geworben, von 3 Prozent und mehr war damals die Rede. Und jeder glaubte dieses Versprechen und schloss eine Versicherung ab – natürlich mit großer Vorfreude auf die versprochene Rendite.

Doch schon bald kam die Ernüchterung und die Versicherungsgesellschaften mussten ihre Gewinnprognosen korrigieren. Aus der vermeintlich guten Geldanlage wurde somit eher ein Geldgrab mit einer Verzinsung unterhalb der Inflationsrate. Ein lohnendes Geschäft für die Versicherung; eine Nullnummer mit Verlustgarantie für jeden Versicherungsnehmer

Was vielen beim Abschluss einer Lebensversicherung auch oft erzählt wird ist, dass die Ausgaben dafür als Sonderausgaben in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden können und man dadurch Steuern spart. Das kann man so leider nicht ganz stehen lassen, denn es gibt eine Höchstgrenze für den Sonderausgabenabzug (Versicherungen, die man steuerlich geltend machen kann).

Bei uns als Arbeitnehmern ist genau diese Grenze in ganz vielen Fällen schon durch die Einbehalte vom Arbeitslohn für die Sozialversicherung – also Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung – bereits erreicht bzw. sogar überschritten, sodass alle weiteren Versicherungsbeiträge ins Leere führen und die Steuererstattung kein bisschen mehr erhöhen.

Und darum kann man in seiner Steuererklärung noch so akribisch jeden einzelnen Versicherungsbeitrag aufführen, es ändert nichts mehr daran. Hat man den Höchstbetrag einmal erreicht, kann man sich jede weitere Zahl sparen – man bekommt deswegen nicht mehr Geld vom Finanzamt zurück

Was macht man aber nun, wenn man eine solche Lebensversicherung hat, die keinen Ertrag abwirft und man sie auch nicht behalten möchte? Lösung eins (die schlechteste): man kündigt den Vertrag und lässt sich den Rückkaufswert erstatten. Wie hoch dieser ist, sollte man unbedingt vor einer Kündigung erfragen, denn dabei lauern oft negative Überraschungen. Wer glaubt, dass er sein komplett über viele Monate eingezahlte Geld wiederbekommt, irrt sich gewaltig.

Von den Einzahlungen zieht die Versicherungsgesellschaft als erstes ihre Kosten ab: Vermittlungsprovisionen, Beratungskosten, Kontoführungsgebühren – all solche Dinge. Da gehen oft etliche tausende Euro drauf, die schon mal keine Zinsen abwerfen können und die man im Falle einer Kündigung der Versicherung auch nicht mehr zurückbekommen kann. Daher ist der Rückkaufswert oft weit unter dem eingezahlten Kapital.

Besser ist es, sich nach jemanden umzuschauen, dem man die Lebensversicherung verkaufen kann. Auch da bekommt man in den seltensten Fällen die gesamte Summe, die man eingezahlt hat, aber immerhin mehr als den Rückkaufswert bei einer Kündigung. Es lohnt sich zudem, mehrere Angebote von verschiedenen Ankäufern einzuholen, da auch diese stark variieren können.

Das einfachste ist es wohl, den Verkauf in die Hand von Experten zu legen, da die einen viel besseren Überblick über den Markt und die Nachfrage haben. So kann man sich recht sicher sein, den besten Preis für seine alte (ungeliebte) Lebensversicherung auszuhandeln und dabei nicht ganz so große Verluste zu machen wie bei einer Kündigung des Vertrags.

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