Sakons Blog

Trends und Aktuelles aus meinem Leben
Home » Freizeit & Hobby » Eine etwas andere Hochzeitskutsche

Eine etwas andere Hochzeitskutsche

KutscheFalls mich jemand die letzte Woche ein wenig vermisst haben sollte, ich hatte Stress. Erst Polterabend, dann Hochzeit (nein, leider nicht die eigene sondern die des jetzigen Schwagers) und zwischendrin immer noch der ganz normale Alltag. Da blieb wenig Zeit für Internet und Bloggen. Aber nun ist der Partymarathon erst einmal vorüber und ich habe wieder Zeit zum Schreiben. Wenn ich schon dabei bin, kann ich Euch ja auch gleich mal erzählen, wie die Hochzeit war.

Der Termin dafür stand bereits seit fast einem Jahr fest und umso näher er rückte, desto stressiger wurde es. Für meinen (Nicht-)Mann besonders, denn er hatte sich um die "Hochzeitskutsche" zu kümmern. Bei einer Eheschließung Mitte März kann dies im Erzgebirge keine mit Pferden davor sein, außer man wärmt sich während der Fahrt mit Heizdecken und viel Glühwein. So kommt man zwar auch ans Ziel, aber sicher ordentlich durchgefroren, ein wenig angeheitert und mit etwas Pech zusätzlich mit bunten Flecken auf dem Traumkleid. Also blieb nur ein Gefährt mit vielen Pferden in Form von PS: ein VW Phaeton. Um den zu bekommen, gibt es einige Formalitäten zu klären, denn ein Autohaus verborgt nicht mal eben ein Fahrzeug im Wert eines Einfamilienhauses.

Während mein Mann mit der Technik beschäftigt war, stellte ich das Geschenk für das Brautpaar zusammen. Dazu hatte ich mir etwas besonderes ausgedacht: einen Picknickkorb zum ersten Hochzeitstag. Darin enthalten ein 3-Gänge-Menü für zwei samt erforderlichem Zubehör. Als mir die Idee kam, war es mir nicht bewusst, wie schwer es sein würde, haltbare Lebensmittel zu finden. Denn schließlich musste ich die jetzt verpacken und in einem Jahr sollen sie (zumindest plangemäß) erst verzehrt werden. Und ich wollte ja nun nicht unbedingt Nudeln und Fischkonserven verschenken.

So stöberte ich stundenlang in diversen Supermärkten, bis ich endlich etwas geeignetes fand:

  • Trockenobst als Vorspeise (ich gebe zu, das ist wenig kreativ),
  • eine sich selbst erwärmende Dose "Tortellini mit Bolognese" (ein Fundstück bei einem Discounter) und
  • Fruchtcocktail, ebenfalls in der Dose.

Das Zubehör war schneller zusammengesammelt: Plastikgeschirr, Servietten, etwas Tischdeko, Kerzen und Streichhölzer, ein paar Wunderkerzen als Showeffekt und dazu eine Flasche Likör mit Schokobechern zum Anstoßen sowie zwei alkoholfreie Drinks im Tetrapack. Fehlte nur noch die Menü-Karte, denn diese sollte schon während der Hochzeit bei Übergabe verlesen werden. Das 3-Gänge-Menü sollte schließlich angepriesen werden; dass es dieses erst in einem Jahr geben wird, sollte erst ganz am Ende so beiläufig erwähnt werden.

Nur wie kann man eine solche Menü-Karte gestalten? Zwar gibt es im Word einige Vorlagen dafür, aber die sagten mit überhaupt nicht zu und erfüllten nicht wirklich ihren Zweck. So machte ich mich im Internet auf die Suche. Es ist ja bekannt, dass man mittels  Designer Weihnachtskarten oder Grußkarten online selbst gestalten kann, warum nicht also auch individuelle Speisekarten? Mit den Suchbegriffen Hochzeit, Menü und Karte wurde ich recht schnell fündig und konnte gleich noch aus mehreren Vorlagen wählen. Dazu passende Tischkarten komplettierten das Geschenk, das hervorragend ankam. Ob es nun wirklich ein Jahr in der verschlossenen Box auf seinen Einsatz bzw. Verzehr warten muss, bleibt abzuwarten…

Comments are closed