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Ein erfolgreiches Jahr

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Auf das Jahr 2012 schaue ich gern zurück und zwar sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Für mich lief das Jahr mehr als gut und zumindest finanziell viel besser als erwartet und voraussehbar.

Dieser Aspekt hat allerdings auch einen großen Nachteil: die Steuererklärung für das vergangene Jahr steht an und ich weiß leider jetzt schon, dass damit eine Nachzahlung im vierstelligen Bereich auf mich zukommt Trauriges Smiley

Wie Ihr ja vielleicht durch regelmäßiges Lesen meines Blogs mitbekommen habt, bin ich beruflich als Steuerfachangestellte tätig und kann mich dadurch schlecht um meine eigene Steuererklärung drücken. Die Ausrede “Oh, ich wusste gar nicht, dass ich eine abgeben muss” dürfte mir wohl kaum jemand abnehmen. Und so werde ich mich in den nächsten Wochen wohl an die Arbeit machen müssen, um rechtzeitig bis zum letzten Abgabetermin am 31. Mai 2013 damit fertig zu sein.

Interessant ist, wie viel Geld der Staat jährlich an Steuereinnahmen verbuchen kann – wir reden hier gerade von 573 Milliarden Euro für das Jahr 2011. Das Bundesfinanzministerium veröffentlicht jedes Jahr die sogenannte Steuerspirale. Darin werden alle Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden aufgeführt, einschließlich ihrer Größenordnung. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, einen Teil dieser Werte in meinem Bild oben darzustellen. Damit es noch interessanter wird, hier mal ein paar Zahlen dazu:

  • Die Umsatzsteuer (=Mehrwertsteuer) ist die größte Einnahmequelle für den Staat, mit sagenhaften 190 Milliarden Euro im Jahr 2011!
  • Dicht darauf folgt die Einkommensteuer inkl. Lohnsteuer mit zusammen 172 Milliarden Euro im Jahr 2012.
  • An Position drei steht die Gewerbesteuer mit 40 Milliarden Euro, welche von Unternehmen für ihren Betriebserfolg/Gewinn zu zahlen ist.

 

Presseinformationen werden für das Jahr 2012 Rekord-Steuereinnahmen erwartet, die obige Zahlen um 4 bis 5 Prozent übertreffen werden. So wird mit diesem Steueraufkommen wohl erstmals die 600 Milliarden Euro-Grenze geknackt!

Was sagt uns das?

Die Euro-Krise scheint um Deutschland (noch) einen großen Bogen zu machen, ansonsten würde die Wirtschaft nicht so boomen. Die schlägt sich insbesondere in den Zuwächsen bei der Gewerbesteuer als auch bei der Lohnsteuer nieder. Umso höher der Gewinn eines Unternehmens, umso mehr Gewerbesteuer ist zu zahlen (bei einem Verlust entfällt diese). Steigen also die Einnahmen aus der Gewerbesteuer, haben die Unternehmen insgesamt höhere Gewinne erzielt (oder alternativ die Gemeinde den Gewerbesteuerhebesatz angehoben – das ist aber eine andere Geschichte).

Steigende Einnahmen aus der Lohnsteuer sprechen aber tatsächlich dafür, dass es zumindest allen Arbeitnehmern in Summe betrachtet besser geht als noch im letzten Jahr. Denn hier gab es keine Erhöhungen des Steuersatzes. Ob es nun jeder einzelne am eigenen Lohnschein auch tatsächlich so wahrgenommen hat, ist wieder was anderes und sicher auch Ansichtssache.

Ja und ich trage mit meiner Steuererklärung für das vergangene Jahr wohl auch einen (wenn auch winzigen) Teil zu diesem Allzeitrekord der Steuereinnahmen bei. Ob ich stolz darauf bin? Nein nicht wirklich. Die zu erwartende Steuernachzahlung treibt mir jetzt schon Tränen in die Augen. Aber es lässt sich nun mal nicht vermeiden…

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