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Damit der Kinderwunsch kein Wunsch bleibt

BabyIch kann mich noch gut an meinen eigenen Kinderwunsch erinnern; er wurde eines Tages im Sommer ganz laut und knapp 10 Monate später hielt ich meine Tochter in den Armen. Dass ich damit ein Ausnahmefall bin, wurde mir erst im Anschluss durch Gespräche mit anderen Paaren bewusst. Viele von denen probieren schon seit Jahren, ein eigenes Kind zu bekommen – viele bis heute leider erfolglos.

Die Ursachen dafür sind sicherlich vielfältig und ich möchte eigentlich auch gar nicht darauf eingehen. Ich gebe in solchen Fällen immer nur den gut gemeinten Ratschlag, sich nicht unter Druck zu setzen, weil das die Situation ganz sicher nicht verbessert. Kommt Zeit – kommt Baby.

Mit diesem Spruch bin ich schon recht oft ins Fettnäpfchen getreten, denn viele Paare können aus “eigener Kraft” gar kein Kind bekommen, sei es genetisch oder gesundheitlich bedingt. Diesen bleibt dann oft nur der Weg zum Arzt und vielleicht auch als Alternative die künstliche Befruchtung im Ausland.

In Vitro Fertilisation

So nennt man die klassische Methode der künstlichen Befruchtung. Dabei werden Eizellen mit Sperma im Labor vermischt und anschließend der Frau in die Gebärmutter eingesetzt, wo sie sich hoffentlich einnisten. Diese Methode kann sowohl mit eigenen als auch mit fremden Geschlechtszellen durchgeführt werden. Der Erfinder dieser Methode hat im Jahr 2010 sogar einen Nobelpreis dafür erhalten, da er damit hunderttausenden Paaren ihren Kinderwunsch erfüllte.

In Deutschland werden jährlich rund 70.000 Versuche unternommen, mithilfe von In Vitro Fertilisation ein Baby zu zeugen. Jede Behandlung kostet dabei um die 4.000 Euro; die Krankenkassen übernehmen unter ganz bestimmten Voraussetzungen wie

  • das Paar ist verheiratet.
  • beide müssen das 25. Lebensjahr vollendet haben; dürfen aber höchstens 40 Jahre (Frau) bzw. 50 Jahre (Mann) alt sein,
  • es dürfen ausschließlich eigene Ei- und Samenzellen verwendet werden

 

davon maximal die Hälfte für höchstens 3 Behandlungen. die restlichen Kosten muss man selbst aufbringen, ebenso die Kosten für weitere Versuche, sofern die ersten nicht von Erfolg gekrönt sind – die Erfolgsquote liegt bei ca. 20 Prozent…

Während von Samenspende sicher jeder schon einmal gehört hat, war auch mir der Begriff Eizellenspende neu. In diesem Fall wird – wie der Name schon sagt – auf eine Eizelle einer Spenderin zurückgegriffen. Das sind meist Frauen im Alter von 18 bis Mitte 30, die anonym bleiben und für diese Spende einen Obolus erhalten. Natürlich werden sie vorher ausführlich untersucht, insbesondere auf genetische Krankheiten oder sexuell übertragbare Erkrankungen.

Eine solche Behandlung wird demzufolge nicht von der Krankenkasse gefördert, kann im Ausland dafür aber günstiger durchgeführt werden. So kann man diese zum Beispiel in Tschechien durchführen lassen, sollte allerdings vorher alle Vor- und Nachteile abwägen.

One Response to “Damit der Kinderwunsch kein Wunsch bleibt”

  1. Bei uns hat es auch eine Weile gedauert bis zum 1. Kind und beim 2. hat es fast 3 Jahre gebraucht bis ich wieder schwanger bin. Eine Behandlung kam für uns nie in Frage, viel zu teuer.