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Da fehlt was an der Wand

Wandmotive.deWährend wir nun schon seit Wochen auf der Suche nach dem passenden Bett für meine Tochter sind, haust sie nach wie vor in ihrem alten (noch unrenovierten) Babyzimmer. Letztens bastelte sie eifrig, kochte in ihrer Puppenküche und spielte mit ihrem Playmobil-Ferienhaus, während ich einfach gedankenverloren daneben saß. Wow, was für kahle Wände. Das war mir noch nie aufgefallen. In allen anderen Zimmern kann man sitzen, an die Wand schauen und irgendwas betrachten. Sei es ein Bild, ein Foto, ein Kalender, ein Flachbildfernseher oder wenigstens gemusterte Tapete. Aber hier: eine einfarbige Wand in beruhigendem Himmelblau. Einöde pur.

Gut, wie gesagt wurde der Raum wohl vor mehr als 10 Jahren das letzte Mal vorgerichtet und soll nun nächstes Jahr endlich kindgerecht gestaltet werden. Bis dahin muss es noch so gehen. Ein Angebot der Testmama (danke) änderte meine Meinung, denn sie schlug uns Wandtattoos vor. Das konnte ich nicht ablehnen, gerade wo ich in der bevorstehenden kalten und dunklen Jahreszeit wohl öfter in diesem Raum sitzen und an die Wand starren werde.

Die Auswahl an Motiven für die Wandgestaltung ist schier erschlagend und beschäftigte mich ein ganzes Wochenende. Mir persönlich gefallen ja Sprüche am besten. Nur kann meine Tochter noch lange nicht lesen und würde dadurch sicher beizeiten anfangen, die Buchstaben nachmalen zu wollen. Das möchte mein Mann vermeiden, denn er mag es überhaupt nicht, wenn Wände vollgekritzelt werden (was wir bisher gut vermeiden konnten). Und eigentlich war er auch immer gegen das Bekleben von Wänden oder Türen.

Jetzt saß mir aber die Testmama im Nacken und deren Angebot in Kooperation mit Wandmotive.de und so konnte ich ihn davon überzeugen, wenigstens mal ein Wandtattoo zu "testen". Wenn es ihm nicht gefallen würde, könnte man es ja dann spätestens bei der Renovierung des Kinderzimmers wieder entfernen. Es gab also nichts, was dagegen sprach – hach ich hatte so viele gute Argumente. fleißige BienchenUnd auch gleich das passende Motiv, das ich nach stundenlanger Suche gefunden hatte: fleißige Bienchen.

Dass man alle Wandtattoos noch in verschiedenen Farben und Größen bestellen kann, erleichtert die Auswahl nicht wirklich. Bei meinen Bienchen war es einfach, die waren sozusagen vorgegeben – zumindest farblich. Andere Motive kann man nicht nur individuell gestalten sondern sogar beliebig zusammenfügen. Möglich macht dies ein Motiv-Designer. Und so kann man sich ein Unikat anfertigen lassen, das sonst keiner hat.

Meine Bestellung kam gut verpackt und vor allem schnell bei mir an. Von Grimma (bei Leipzig) bis Freiberg (bei Dresden) ist es auch nicht sooo weit, die Entfernung sorgt bei der Post offensichtlich nicht für logistische Probleme. Jedenfalls werden die Wandtattoos gerollt und dann in einem länglichen Karton verpackt. Knicke oder Blasen, die dadurch entstehen haben übrigens keine negativen Auswirkungen auf das Motiv!

Montage

Das Anbringen eines Wandtattoos ist einfacher als gedacht, erfordert aber ein wenig Geduld. Zuerst muss man sich natürlich über die Stelle im Klaren sein, wo man es befestigen möchte. Ich nutze dazu gern Tesa-Film und bringe das ganze Bild samt Trägerfolie erst einmal provisorisch an der Wand an und schaue dann, ob es mir dort gefällt. Wenn nicht, suche ich eine besser geeignete Stelle. Wenn es endlich gefällt, kann die Montage beginnen.

Dazu muss gesagt sein, dass man auch den Untergrund – heißt die Wand – vorbereiten muss. Es sollte sich dabei um eine glatte Fläche handeln, kein Strukturputz (toll, genau den haben wir) und auch keine Latexfarbe. Und natürlich muss die Wand sauber sein, nicht staubig oder fettig. Frisch gestrichene Wände eignen sich ebenso wenig, diese sollte man erst einige Wochen trocknen lassen.

Aber nun endlich zur Montage. Als erstes wird langsam die Trägerfolie auf der Rückseite des Wandmotivs entfernt. Das klingt in der Theorie einfacher als es ist. Man muss nämlich darauf achten, dass man dabei alle Teile "erwischt".

Gerade die winzigen Fühlerchen und Beinchen der kleinen Bienchen meines Motivs wollten sich dabei nur schwer von der Folie lösen. Aber mit ganz viel Geduld (und vor Konzentration fast abgebissener Zunge) gelang es mir schließlich.

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Nun verbleibt die sogenannte Übertragungsfolie. Darauf befindet sich jetzt das (ungeschützte) Wandtattoo und man sollte sich ab jetzt nur noch vorsichtig der Wand oder anderen Flächen nähern. Denn die Motive kleben natürlich auf der Rückseite, weil die Trägerfolie entfernt wurde.

CIMG9763Darum auf kürzesten Weg auf zur vorher ausgewählten Position an der Wand. Dort streicht man das Wandtattoo fest an, am besten von der Mitte aus. Dazu kann man einen Rakel nutzen oder auch einfach die Hand, alternativ auch ein Tuch.

CIMG9768Als letztes entfernt man noch die Übertragungsfolie. Auch klingt in der Theorie einfach, erweist sich in der Praxis aber nochmals als Herausforderung. Denn auch bei diesem letzten Arbeitsschritt können noch Teile des Wandmotivs verlorengehen, in meinem Fall war es ein Honigeimerchen eines Bienchens.

CIMG9770Der wollte nicht an der Wand kleben und entschied sich lieber für die abgezogene Folie. Dabei hatte er aber nicht mit meinem buchhalterischen Spürsinn und der nun folgenden Inventur gerechnet. "Huch, das Bienchen hat ja nur einen Henkel in der Hand. Da fehlt doch was." Schnell nochmal die Folie untersucht, schon war alles vollständig.

Meine Tochter war ganz begeistert, als sie ihr Wandmotiv entdeckte und musste sich erstmal vorsichtig bei mir erkundigen, ob ich das an die Wand kleben durfte. "Aber Mama, das dürfen wir nicht. Papa hat gesagt, wir sollen die Wand nicht anfassen." Stimmt, ist nun dieser positive Erziehungseffekt hinüber? Muss ich mir Gedanken machen, dass morgen der komplette Raum mit Stickern und Malereien verziert wird? Ich hoffe nicht. Aber selbst wenn es so wäre, wäre es nicht wirklich schlimm, der Raum wird ja eh nächstes Jahr neu vorgerichtet. In diesem Fall müssen wir uns wohl schweren Herzens wieder von unserem Bienchen-Motiv trennen. Denn leider kann man ein einmal von der Wand entferntes Wandtattoo nicht wieder anbringen. Es würde nicht mehr halten, zumindest nicht dauerhaft.

Für diesen Fall habe ich vorgesorgt und gleich ein zweites Wandbild mitbestellt: ein Wandtattoo aus Tafelfolie. Diese kann man mit Kreide beschreiben oder bemalen und natürlich auch wieder abwischen. Optimal für ein Kinderzimmer, da man sich den Platz für eine richtige (Stand-)Tafel sparen kann. Auch praktisch in der Küche als wiederverwendbare Einkaufserinnerung oder im Büro als To-Do-Liste.

Und wisst Ihr, was ich noch vergessen habe zu erwähnen? Man kann die Wandtattoos mit Swarovski-Elementen verzieren lassen. Ha, dann passen sie sogar in unser Schlafzimmer, denn unser Bett wurde – warum auch immer / bestellt haben wir das nicht – auch damit versehen. So könnte man diesen tollen Glitzereffekt gleich nochmal bei der Wandgestaltung aufnehmen. Nun sage mal einer, ich habe keinen Sinn für Dekoration.

kahle WandWandtattoo

Oh und letzte Anmerkung zum Schluss: der dunkle Balken rechts vom Wandtattoo war vorher schon da, wie man auch gut auf meinem Vorher-Foto erkennen kann. Das ist einfach ein Schatten, denn das Bild klebt in einer Nische. Daher sind die Bilder leider auch alle etwas dunkel geraten. Aber ich denke, man kann dennoch erkennen, was ich Euch zeigen wollte.

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