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Das liest doch keiner mehr

November 13th, 2012 Posted in Freizeit & Hobby Tags: , , , , , ,

CIMG9724Ich gehöre zu den Menschen, die jeden Tag ein Buch kaufen könnte. Ich betone KAUFEN, denn ich lese eigentlich gar nicht gern. Aber ich liebe zum Beispiel Kochbücher und kann davon nicht genug haben (habe ich aber schon). Dann blättere ich stundenlang darin und schaue die Bilder an. Manchmal koche ich sogar das ein oder andere Rezept – juhu, die Bücher haben wenigstens einen Sinn!

Aber letztendlich teilen alle das gleiche Schicksal: sie werden nach dem Kauf intensiv angeschaut, dann eventuell mal kurzzeitig genutzt und landen früher oder später in der Schrankwand, wo sie den Rest ihres Lebens verbringen.

Nehmen wir mal ein Beispiel: “Ich bin dann mal schlank” von Patric Heizmann. Das musste ich direkt nach Erscheinen unbedingt haben. Erst den Ratgeber und später als Ergänzung auch noch das Rezeptbuch. Letzteres wurde auch ordentlich genutzt und die Rezepte wohl alle mindestens einmal nachgekocht. Anmerkung an dieser Stelle: diese Variante des Abnehmens funktioniert tatsächlich!

Nun gut, zurück zu den Büchern. Die Rezepte hat man irgendwann intus und einen Ratgeber über Essen liest man wohl kaum mehrmals. Man weiß ja nach dem ersten Lesen, was darin steht und was man beachten soll. Also landeten beide Bücher im Schrank und wurden nicht mehr vermisst.

Vor kurzem fielen sie meiner Tochter in die Hand. Aber nein, also da sind sie mir doch zu schade. Schließlich würde sie entweder darin malen, Bilder ausschneiden oder einzelne Seiten heraustrennen, weil sie ihr so gut gefallen. Das geht nicht. Dass in den Büchern noch jede Menge gebundenes Kapital steckt, entdeckte ich eher durch Zufall.

Ich wollte sie bei Ebay bzw. Amazon zum Verkauf anbieten und stolperte auf dem Weg dorthin über den Banner von rebuy.de. Das Konzept dieses Shops war mir schon von momox und Co. bekannt. Bisher ging ich davon aus, dass man bei solchen Ankaufshops nicht wirklich mit ordentlichen Erträgen rechnen kann und der Aufwand sich keinesfalls mit den Kosten deckt.

Man gibt dort die ISBN-Nummer des Buches ein und erhält sofort einen Betrag angezeigt, den man für dieses Buch – sofern es in ansehnlichem Zustand ist – vom Shop noch erhalten würde. Aus früheren Versuchen dieser Art war ich Zahlen wie 0,01 Euro und dergleichen gewohnt, dafür kann ich mein Buch auch gleich in den Müll werfen oder alternativ doch meiner Tochter schenken. Ähnliches erwartete ich nun auch beim Test von rebuy und wurde positiv überrascht. Ratgeber und Rezeptbuch von Patric Heizmann sollten mir dort zusammen knapp 20 Euro bringen.

Klar, sie haben wesentlich mehr gekostet, als ich sie damals gekauft habe, aber lieber noch ein wenig Geld dafür bekommen als sie in der Anbauwand verstauben zu lassen. Und in ein paar Jahren kräht keiner mehr danach, dann sind sie sicher nichts mehr wert. Ich nutzte die Gunst der Stunden und bot meine Bücher also rebuy an. Umgehend erhielt ich einen Versandschein (ab 20 Euro Ankaufwert zahlt der Onlineshop das Porto, darunter lohnt sich der Aufwand ohnehin kaum). Den musste ich nur noch ausdrucken, meine Bücher verpacken und beides zur Post bringen. Und dann warten…

Es dauerte auch gar nicht lang, da erhielt ich per Mail die Mitteilung, dass meine Bücher im Shop angekommen wären und jetzt geprüft werden müssen. Hätte ja sein können, meine Bücher sind vollgekritzelt, voller Eselsohren oder Flecken – was sie aber nicht waren. Das bestätigte mir auch die nächste Mail und ruckzuck wurden mir meine 20 Euro gutgeschrieben.

Ich muss sagen, ich habe mich darüber gefreut. Ich werde in der (ruhigen) Adventszeit mal schauen, ob ich weiteres stilles Kapital in meinem Bücherregal finde, das sich so zu Geld machen lässt. Sicher führen auch bei rebuy viele Bücher zu keinen hohen Erträgen, ganz einfach weil sie keiner mehr haben möchte. Aber einen Versuch ist es allemal wert.

So, und obwohl ich mit meinem Verkaufserlös machen könnte, was ich will, werde ich ihn direkt wieder im genannten Onlineshop ausgeben, denn dort gibt es natürlich auch gebrauchte Bücher zu kaufen. Und ganz viele andere Dinge, zum Beispiel DVDs. Und da Ihr ja inzwischen wisst, wie sehr meine Tochter den Mondbär liebt, wird mein Buchkapital wohl gleich in eine Trickfilm-DVD umgewandelt…

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