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Steuerliche Anerkennung eines Arbeitszimmers

Drehstuhl Wenn sich das Jahr dem Ende neigt, werden viele Unternehmer und Privatpersonen nochmal aktiv und schauen sich ihre Erträge an. Viele überlegen sich noch schnell, was sie für die Steuergestaltung tun können. Was kann man in den letzten Monaten noch machen, um die Steuerlast möglichst gering zu halten und alle Freibeträge optimal auszunutzen?

Nun, so schwer ist das gar nicht, man muss nur wissen, was man erreichen möchte bzw. welchen Zweck man verfolgt. Nehmen wir als Beispiel mal einen ganz normalen Angestellten. Dieser hat einen Arbeitsweg von einigen Kilometern, die er täglich mit seinem Pkw zurücklegt. Daran lässt sich nicht wirklich etwas ändern, auch freiwillig gefahrene Umwege führen hier steuerlich zu keinem besseren Ergebnis. Also stets auf direktem Weg zur Arbeit fahren, um unnötige Kosten zu vermeiden! Unvermeidbare Umwege wegen Straßensperrungen oder Umleitungen können dagegen natürlich als Werbungskosten geltend gemacht werden 🙂

Unser Herr Muster-Angestellter arbeitet nach Feierabend noch ein wenig von zu Hause aus und hat sich dafür in seinem Wohnzimmer einen kleinen Arbeitsbereich eingerichtet. Schön und gut, aber leider Pech gehabt: denn sogenannte Arbeitsecken werden nicht als Arbeitszimmer anerkannt, ebenso wenig die Kosten dafür. Selbst wenn es sich tatsächlich um ein Arbeitszimmer handelt, müssen gegenüber dem Finanzamt etliche Nachweise erbracht werden, damit es das genauso sieht. So darf kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung stehen (beispielsweise im Büro des Arbeitgebers).

Kauft sich der Angestellte aus unserem Beispiel neue Büromöbel fürs Home Office, kann er diese dennoch von der Steuer absetzen, und zwar unabhängig davon, ob das Finanzamt sein Arbeitszimmer anerkennt oder nicht. Auch wenn es sich nur um eine Arbeitsecke handelt, die Einrichtungsgegenstände dafür fallen nicht unter die Abzugsbeschränkung bzw. das Abzugsverbot und können als Werbungskosten steuermindernd geltend gemacht werden.

Dabei ist zu beachten, dass die Anschaffungskosten pro Gegenstand maximal 410 Euro betragen sollten. Sind sie höher, werden sie im Rahmen der Abschreibung über mehrere Jahre verteilt. Kauft man sich also einen Schreibtisch für 1000 Euro, muss man verteilt über 5 Jahre jeweils 200 Euro an Kosten ansetzen. Kostet der Tisch hingegen nur 400 Euro kann man die Ausgaben dafür direkt im Jahr der Anschaffung geltend machen.

Selbst ein günstiger Drehstuhl kann somit zu einer Reduzierung der Einkommensteuer beitragen. Vielleicht nicht für sich allein betrachtet, aber zumindest in Kombination mit weiteren Werbungskosten. Als Arbeitnehmer solltet Ihr immer im Hinterkopf behalten, dass der Staat jedem Steuerzahler von sich aus bereits 1000 Euro pauschale Aufwendungen schenkt (den sogenannten Arbeitnehmerpauschbetrag). Erst wenn man tatsächlich Aufwendungen darüber hinaus aufbringen muss und diese auch nachweisen kann, lohnt es sich überhaupt, diese in der Steuererklärung als Werbungskosten anzugeben.

PS: meine Links führen zu einem Onlineshop, bei dem Ihr nicht nur Büroeinrichtung findet. Es gibt eine sehr große Auswahl an Einrichtungsgegenständen für alle Räume, darunter auch Komplettzimmer und wunderschöne Möbel fürs Kinderzimmer.

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