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Ich brauche eine Kur…

Kuren & WellnessDurch meine Neurodermitis suche ich recht häufig einen Hautarzt auf, um mir neue Salben verschreiben zu lassen. Und jedes Mal, wenn ich dort bin, gibt er mir die gleichen Tipps: baden Sie nicht so oft, cremen Sie sich zweimal am Tag ein und fahren Sie mal zur Kur nach Kroatien oder an die Polnische Ostsee. Die ersten Punkte kann ich noch verstehen, die letzte Empfehlung scheinen wohl seine privaten Lieblingsurlaubsziele zu sein. Dass mich die Polnische Ostsee tatsächlich interessiert, habe ich Euch ja schon vor einiger Zeit mal geschrieben. Und da es von Sachsen aus nicht wirklich weit bis dahin ist, habe ich mich – dank des erneuten Rats meines Arztes – mal etwas genauer mit dem Thema befasst.

Interessant ist, dass eine ambulante Vorsorgebehandlung an einem Kurort von der Krankenkasse bezuschusst wird. So erhält man für Fahrten, Unterbringung, Kurtaxe etc. pauschal 13 Euro pro Kalendertag. Die kurärztlichen Behandlungen sowie durch den behandelnden Arzt verordneten Anwendungen werden komplett übernommen.

Dazu muss man vor Reiseantritt einen Antrag bei der Krankenkasse auf Kostenerstattung stellen. Hierfür benötigt man die Mithilfe eines Arztes, da dieser die Notwendigkeit der Vorsorgemaßnahme bescheinigen muss. Das dürfte also in meinem Fall schon mal kein Problem werden, er schickt mich ja schon regelmäßig an die Ostsee 😉 Auch sollte natürlich der Kurort zum eigenen Krankheitsbild passen, sonst hat man recht schlechte Chancen.

Etwas problematischer ist die Genehmigung des Zuschusses durch die Krankenkasse. Dort wird leider häufig pauschal erstmal alles abgelehnt. Da hilft nur ein gut begründeter Widerspruch, um eine Kostenübernahme-Erklärung zu erhalten. Unbedingt hartnäckig bleiben, kann ich aus eigener Erfahrung nur empfehlen. Im Übrigen hat man als gesetzlicher Krankenversicherter einen Rechtsanspruch auf eine Kur, wenn die übliche Krankenbehandlung nicht zur Heilung oder Milderung des Krankheitsbildes führt.

Hat man einen positiven Bescheid der Krankenkasse, steht dem Erholungsurlaub nichts mehr entgegen. Nun kann man also verreisen und die therapeutischen Maßnahmen (hoffentlich) genießen. Den Rest des Tages – in der Regel finden pro Tag zwei Anwendungen statt – kann man entspannen, die Gegend erkunden oder was auch immer. An der Ostsee dürfte man keine große Probleme haben, die freien Stunden zu genießen. Bei schönem Wetter kann man baden, bei schlechterem stundenlang am Strand entlang wandern…

Ich habe mich für Kolberg Polen entschieden. Die Stadt ist in etwa so groß wie meine Heimatstadt (ca. 45.000 Einwohner) und dürfte damit einiges zu bieten haben. Die Hotels vor Ort befinden sich natürlich direkt natürlich direkt an der Polnischen Ostsee. Außerdem konnte ich sogar ein sogenanntes “familienfreundliches Hotel” ausmachen, schließlich werde ich mit Mann und Kind verreisen. Meinem Mann werde ich ebenfalls gleich einen Antrag an die Krankenkasse in die Hand drücken (ist glücklicherweise die gleiche, wie meine). Schließlich hat er seit Jahren Probleme mit der Bandscheibe, die hier bisher nur im erträglichen Rahmen gehalten werden konnten – wenn das mal kein Grund für einen Kuraufenthalt ist.

Unsere Tochter könnte sich im Kinderclub des Hotels richtig austoben und würde zum ersten Mal einen Urlaub am Meer erleben dürfen. Ich bin gerade absolut begeistert von der Idee des gemeinsamen Kuraufenthaltes und hoffe nun, dass die Krankenkasse das genauso sieht. Ach und wenn nicht, dann können wir diesen Plan auch ohne deren Zuschuss in die Tat umsetzen, denn eine Kurreise nach Polen hat natürlich einen enormen finanziellen Vorteil gegenüber vergleichbaren Aufenthalten in Deutschland oder Österreich.

So und nun drückt mir die Daumen, dass meine Krankenkasse mir auch ein wenig Erholung gönnt!

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